Philip - der Geist, der erschaffen und gerufen wurde

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    Philip - der Geist, der erschaffen und gerufen wurde


    in den 70er Jahren wurde in Toronto in Kanada die Lebensgeschichte eines Geistes erfunden und dieser wurde dann von einer Gruppe unter der Leitung des Mathematikers Dr Owen beschworen. (Betreung des Experiments durch den Psychologen Dr Whitton) Man erhielt passende Antworten mittels Klopfsignale aus dem Tisch. Und der Tisch bewegte sich, wie bei den Seancen Ende des 19. Jhdts.


    Das Philip Experiment Filmmaterial:

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    (11:24min)
    für die- des Englisch nicht so kundigen: lest die Übersetzung unten zuerst.

    Es ist auch auf den Vorwurf einzugehen, Philip hätte seine Lebensgeschichte telepathisch übermittelt. Dem ist dagegenzuhalten, dass man darauf achtete, dass der Charakter rein fiktiv sein sollte.
    Beispielsweise existiert der Ort Diddington Manor , aus dem Philip stammen sollte, gar nicht in Yorkshire.
    Ein Ort Diddington Hall existiert zwar, aber auch hier passte man auf, dass die fiktive Geschichte keinen realen Anknüpfungspunkt bieten konnte. Absichtliche Fehler, beispielsweise historische, wurden eingebaut.

    Am Anfang stand der Wunsch , eine kollektive Erscheinung zu erzeugen. Dies gelang jedoch nicht.
    Die Gruppe umfasste 8 sitter, der wissenschaftliche Berater war Dr. Owen , Mitglied der Abteilung für Präventivmedizin und Biostatistik an der Universität Toronto, eben auch ein Parapsychologe, der sich auf Poltergeistphänomene spezialisiert hatte. Nebstbei bemerkt ist das der Kerl, den Matthew Mannings Vater (Thread/Beiträge vorhanden: suchfunktion 'matthew manning') zu Rate zog, als scheinbar ein Poltergeist im Hause Manning in England sein Unwesen trieb. (hat in Cambridge studiert)
    Dieser oder der Psychologe Whitton war bei den Treffen dabei.

    Die sitter (5 Frauen, 3 Männer):
    eine ehemalige Krankenschwester. Diese schrieb das Grundgerüst für Philips fiktive Lebensgeschichte.die ehemalige Präsidentin der Hochbegabtenvereinigung MENSA, eine Hausfrau und ihr Gatte (Industrieller), ein Heizingenieur, eine Buchhalterin, eine Steuerberaterin und ein Soziologiestudent. Alle namentlich bekannt, und keiner von ihnen hatte irgendwelche bekannten medialen Fähigkeiten.

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    Zum Video:

    Makro Psychokinese bei: !:03 -1:1:13 Tischlevitation
    !:37-1:41, 1:47-1:49 Tischlevitation
    6:37, 7:03 Tisch hüpft kurz auf
    7:49 Tischbeinklopfen auf zwei Beinen
    8:13 Tisch 'tanzt'
    9: 11 Tischlevitation
    9:47 Zweibeinlevitation (frgl Philipgruppe)
    10.01-10.27 Tischwackeln
    10:49 Tisch geht in Position, aus der er umfallen müsste.
    11:22 vollständige Tischlevitation von oben

    Ich übersetz mal in cirka:
    Die Gruppe wird im City TV Toronto vorgestellt, beobachtet von Dr. Owen (auch wissenschaftlicher Leiter der Toronto Gesellschaft für parapsychologische Forschung) und dem Psychologen Whitton, sowie einem Vertreter der Kirche.
    Nachdem der Studiodirektor sein Zeichen gegeben hat, fängt die Gruppe an.
    Philip wird gerufen und der Tisch erhebt sich scheinbar in die Luft. Danach fährt er, auf dem Video nicht sichtbar, auf den Kleriker zu, der ihn begrüsst, worauf sich der Tisch wieder erhebt.
    Es folgt die Vorstellung von Dr. Owen, der 1972 mit dieser Idee aufkam. Hernach wird erklärt, dass man Philip kreiert hatte, um zu zeigen, dass paranormale Phänomene auch ohne die Zuhilfename von Geistern auftreten können. Dr. Owen wollte auch zeigen, dass manche Organismen ihre Energien, durch Mechanismen, die noch zu erklären sind, nach aussen auf materielle Objekte projezieren können.
    Die Gruppe wird danach aufgefordert, die fiktive Lebensgeschichte von Philip, die ja mittlerweile bekannt sein dürfte, zu erfinden.
    Nach neun Monaten ist die story so weit und das tatsächliche Experiment beginnt.
    Die Gruppe trifft sich wöchentlich in einem speziellen- als Philipraum bezeichneten- Raum im Gebäude der Toronto society for psychical research, der für keine anderen Zwecke benutzt wurde.
    Der Tisch war ein Kartentisch, umgeben von 8 metallischen Sesseln. Sie trafen sich wöchentlich für eine Periode von gut über zehn Jahren. Die Gruppe sass im Kreis um den Tisch herum, in einer Art meditativem Zustand, und versuchte eine Erscheinung von Philipp, dessen Bild am Tisch lag, erstehen zu lassen (5:40).
    Ein Jahr danach war noch immer nichts passiert, keine Erscheinung, kein Phänomen. Zuerst entwickelten die Gruppenmitglieder also nur Freundschaften zueinander, ohne Vorfälle psychokinetischer Natur.
    Dann änderte man die Strategie (Anm.: Tischrücken nach dem Vorbild alter spiritistischer Seancen, Modewelle 1850-1900 ca)- und plötzlich sah man Resultate, wie Klopfen auf dem Tisch oder darunter, das hatte so ein 'spezielles Muster'. Es wurde eine Tonstudie gemacht(?) und veröffentlicht.
    . Dann begann der Tisch zu wackeln und X?. Das waren physikalische Dinge , die man aufzeichnen konnte (Anm: also doch Energie hehe, ätsch!).
    Innerhalb von einem oder zwei Monaten, in denen man mit diesem imaginären Geist gesprochen hatte, konnte jede der Personen irgendetwas zu Philip sagen, wie bspw "hallo" oder "guten Abend, Philip" und man würde Klopfen unter dem Finger spüren.
    Das Klopfen hatte ein eigentümliches Klangmuster und brachte den Tisch dazu , zu hüpfen, oder sich zur Seite zu bewegen.
    Das konnte aufgezeichnet werden und diente als Beweis.
    So konnte das Tischchen also antworten und diese Antworten bezogen sich immer auf die angenommene Lebensgeschichte.
    Je länger sich das Experiment fortsetzte, um so überraschender wurde Philip. Nach dem anfänglichen Klopfen mit dem Tischbein, erhob er den Tisch auch vom Boden oder tanzte auf zwei oder drei Beinen. Es gab eigene Papierabende (anm. paperdoyleys ??), bei denen die sitter Papier unter die Finger bekamen. Hätten sie den Tisch versucht zu schieben, wäre ihnen das Papier sichtlich weggerutscht.
    Auch konnten wir uns durch die Videoaufzeichnungen vergewissern, dass zwei, sich parallel gegenübersitzende sitter, den Tisch nicht mit den Knien in die Höhe heben konnten.
    Andere Gruppen auf dem Globus konnten ähnliche Ergebnisse mit anderen Charakteren erzielen. Im Grunde glichen sich die Resultate alle.
    Sie dachten sich, sie hätten die Formel dafür gefunden: eine spontane Idee , kombiniert mit wöchentlichem Treffen, unter experimentellen Rahmenbedingungen. Aber das war noch nicht alles. Es verlangte auch viel Hartnäckigkeit der Gruppenmitglieder.
    Es erschien, als wäre das Jenseits nicht die einzige Erklärung für die Manifestation von sogenannten Geistern.
    Nun sind seit dem Originalexperiment mehr als 30 Jahre vergangen und Parapsychologen rätseln heute genau so wie damals, was diese Manifestationen bewirkt hat.
    Es ist interessant, dass die wissenschaftliche Gemeinschaft niemals dem Philip-Experiment oder anderen Experimenten gleicher Natur gefolgt ist. Warum, kann ich nicht beantworten. Ich selbst bin davon völlig überzeugt, dass es einen Grad an parapsychologischer Fähigkeit gibt, der erreichbar ist, wenn wir wüssten, wie wir hinkommen. Die Wissenschaft tut sich immer schwer mit menschlicher Erfahrung , und ich denke, nichts ist tiefsinniger als jene.
    Wissenschaftlich reicht als Beweis nicht aus, dass man das Phänomen beobachten und wiederholen kann. Man braucht auch eine Theorie, die die Phänomene erklärt und voraussagt, wann Phänomene auftauchen. Solange das nicht der Fall ist, ist der Fall keiner für die Wissenschaft.
    -Ende der ziemlich freien Video-Übersetzung

    Im Buch 'Hauntings and Poltergeists' von Loyd Auerbach wird beschrieben, dass die Gruppe einmal Philip aufforderte, eine kranke sitterin zu besuchen. Das geschah dreimal und jedesmal vernahm die sitterin ein Klopfen im Raum oder am Bett. Ebenso wurde Philip mal aufgefordert, nachzusehen, was Dr. Owens trieb und ihm einen Klopfer zu geben. Dr. Owens, der sich ein Stockwerk höher befand und andere, mit denen er sich leise unterhielt, spürten einen dumpfen Schlag unterhalb ihrer Füsse.
    Bei der Aufforderung ein neues Phänomen zu produzieren erfolgte die Antwort statt des Tischklopfens via der Einbauleuchte, die sonst solide leuchtete, und deren Einschaltknopf sich in Sichtweite der Gruppe befand, indem sie die Antworten via Flackern vermittelte.

    Abschliessend noch die Kontrastierung James Alcock, klinischer Psychologe, der sich mit dem Glauben an anomalistische Erfahrungen beschäftigt ('Wo ist die Evidenz ?') und dem Philosophen Stephen Braude, ehemaligem Vorsitzenden der Parapsychological Association ('die Ideomotorik erklärt nur einen Bruchteil. Weil sie Angst haben, sehen sie weg'):.
    Stephen Braude ist Philosoph und wurde , laut seinen eigenen Aussagen, aus ehrlichem wissenschaftlichen Interesse in die Parapsychologie gezogen. Er beschreibt in einem seiner Bücher, wie er spasseshalber mit seinen Studienkollegen an einem langweiligen Nachmittag Tische gerückt hat. Ebenfalls nur mit einem Tisch. Da dieser, laut Braude, zu schweben begann,
    wäre er unehrlich zu sich selbst gewesen, wenn er sich damit nicht befasst hätte, schreibt er.


    (1:46min)

    als Abschlusswort meines kurzen Threads
    Weil es auch dazupasst, es wird in dem Buch 'conjuring up philip- an adventure in psychokinesis' von Iris Owen, die den besten Bezug zu Philip zu haben schien, erzählt, wie man im Zuge einer Weihnachtsfeier den Weihnachtsmann beschwor.
    "Die Antworten über Rentiere, Geschenke , Schornsteine und das Klima am Nordpol entsprachen gänzlich der üblichen Vorstellung."

    lg
    Ewald1