Gedanken zur Reinkarnation

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    Gedanken zur Reinkarnation

    Ich hab mir mal (wieder) ein paar Gedanken über Reinkarnation gemacht.
    Fast jeder von uns kennt ja das Gefühl, schon mal an einem Ort gewesen zu sein, obwohl man ganz genau weiß, dass man dort noch nie war.
    Stammt diese "Erinnerung" tatsächlich aus einem früheren Leben?
    Oder sind vielleicht die Erlebnisse und Erinnerungen unserer Vorfahren in unseren Genen gespeichert und somit irgendwie in den Zellen unseres Körpers vorhanden?
    Ist es vielleicht auch möglich, dass eine Seele vor jeder Geburt neu geschaffen wird? (Nun wird's kompliziert, hoffentlich kann ich meine Gedankengänge halbwegs verständlich erklären. :) )
    Ich stelle mir das mal so vor:
    Nach dem Tod landen die Seelen in einem "Pool" und Vermischen sich mit ihren Erfahrungen mit den anderen Seelen.
    Bei einer Geburt wird nun eine "Kelle" voll Seele aus dem Pool geschöpft. Somit wäre doch von vielen Erfahrungen immer ein Bruchteil mit dabei!?Also um meine Gedankengänge mal zu verbildlichen … angenommen ich würde aus verschiedenen Mineralwasserquellen jeweils ein Liter Wasser entnehmen… die eine Quelle ist vielleicht sehr natriumhaltig, die andere wiederum hat einen hohen Salzgehalt, die Dritte hat mehr Calcium, die vierte mehr Magnesium, usw. Wenn ich nun all die versch. Mineralwasser in einem Eimer schütte, umrühre und ein Glas davon trinke …. hätte ich doch von jeder Quelle einen geringen Anteil zu mir genommen.Wäre das mit den "Seelen" auch möglich? Vielleicht als eine Art Naturgesetz, kosmischer Plan oder göttliche Fügung? (Da bekommen die Wörter Schöpfer und Schöpfung eine völlig andere Bedeutung! :D )

    Was meint Ihr dazu?
    Interessante These Marisa.

    Diese These macht sogar den meisten Sinn wenn ich so darüber nachdenke 8|
    Um bei sovielen Menschen den Menschen immernoch individuell und einzugartig zu halten, ihn aber nicht vollständig zu verändern, wäre das doch die Möglichkeit...
    Mmmmhh. So hab ich das noch nie gesehen.

    Es würde auf jeden Fall so manches erklären dein Ansatz der Seelensuppe. :D
    Vor allem das "Vermischen von Erfahrungen" finde ich da sehr interessant. Mir kam da nämlich sofort die Frage in den Sinn, ob es dann nicht eigentlich so sein müßte, daß die "Menge Seele" in den Menschen abnimmt - schließlich gibt es doch, eindeutig nachweisbar, immer mehr Menschen. Aber wenn neugewonnene Erfahrungen die "Seelenmenge" erhöhen können, finde ich, ergibt das Ganze gleich noch mal mehr Sinn ... Faszinierend, so habe ich diese Sache noch nie gesehen!
    Daß "das Böse" - was auch immer das genau sein mag; darauf komme ich irgendwann später vielleicht noch einmal zurück - niemals aussterben wird, finde ich ja schon eine eher beunruhigende Vorstellung.

    Auch hier möchte ich aber wieder auf die "Mengenverhältnisse" verweisen. Es gibt wenig "Extreme", ich nenne es jetzt mal so, mag es auch nicht ganz richtig sein; es gibt nur wenige 'Heilige' und auch nur wenige 'Teufel'. Die große Masse, um es mal so pauschal auszudrücken, bleibt hier eher in der Mitte und hebt sich nicht großartig hervor.

    Kocht man - um bei Darkstars Bild "Seelensuppe" zu bleiben - einen Riesenkessel Eintopf, ist es ja auch so, daß man mit der Kelle immer wieder andere Kesselinhalte herausschöpft. Mal ist es mehr Suppe, mal mehr Fleisch, mal mehr Gemüse ...

    Da denke ich mir nun, das könnte mit der Seelensuppe doch ganz ähnlich sein. Bei einem Eintopf, der im Normalfall ziemlich lange vor sich hin kocht, wird einiges so weichgekocht, daß es kaum noch erkennbar ist. Seelenteile, die vielleicht schon lange in der Seelensuppe schwimmen, könnten ebenso diffuser sein als frischere. Aber man hebt eben auch immer die älteren Teile mit frischeren zusammen heraus. Und ab und zu erwischt man etwas mehr Gutes, dann wieder etwas mehr Böses ... Und dann, wie gesagt, die Erfahrungen, die man selbst gemacht hat, gute und schlechte ... Erinnerungen an schöne Dinge, an Neutrales und an Schlimmes ... Alles immer weiter durcheinandergemischt, hier ein dicker Fleischbrocken und da eine völlig zu Mus zerkochte Karotte ...

    Also wirklich, ich finde, die Theorie hat was!
    Hallo zusammen,
    Ich würde gerne noch einen Schritt weiter gehen. Das Erfahrung und Erinnerung vieler zu gunsten einer neuen Existenz weitergegeben werden, um Individualität in Bezug auf die Karakterentwicklung zu nehmen, klingt nach einer logischen Erklärung.
    Allerdings glaube ich auch, dass bestimmte Fähigkeiten ebenso weitergereicht werden.
    Ich komme darauf, da ich von klein auf, auf ein Talent zugreifen kann, welches durch Generationen meiner Familie in keiner Weise schon einmal vorhanden war. Auch bin ich schon lange am überlegen aufgrund dieser Tatsache, eine professionelle Rückführung durchführen zu lassen. Nur leider habe ich noch keine seriöse Möglichkeit gefunden.

    Van Silence schrieb:

    Hallo zusammen,
    Allerdings glaube ich auch, dass bestimmte Fähigkeiten ebenso weitergereicht werden.
    Ich komme darauf, da ich von klein auf, auf ein Talent zugreifen kann, welches durch Generationen meiner Familie in keiner Weise schon einmal vorhanden war.


    Nun … wenn wir jetzt einmal annehmen, dass die Theorie dieser "Seelensuppe" der Wahrheit entspricht, dann würde dies einerseits deine bestimmte Fähigkeit erklären (wie Jorinde es schon so treffend erwähnte, mit jeder Kelle werden andere Kesselinhalte herausgeschöpft. Der eine bekommt mehr musikalisches Talent, der andere wiederum mehr handwerkliches Geschick, der nächste viel Sprachtalent usw.)
    Andererseits allerdings, ließe sich das nicht mit Rückführungen in Einklang bringen. Bzw. stellt sich dann die Frage, was man bei einer sog. Rückführung eigentlich sieht?
    • Einzelner Fragmente irgendeines Lebens, das zufällig mit auf der "Schöpfkelle" war?
    • Irgendwelche "eigenen" unbewusst abgespeicherten Erinnerungen? Entsprungen aus Filmen, Fantasie oder (Tag)Träumen? Kryptomnesie nennen die Fachkreise dieses.
    • Oder (und jetzt komme ich zu einem Gedankengang der mir auch schon längere Zeit im Hirn herumspukt) sind es Lebenserinnerungen unserer Vorfahren, die in unseren Erbanlagen gespeichert sind und somit immer weiter gegeben werden?
    Letzteres könnte auch dein Talent erklären!
    Seit vielen Jahren beschäftige ich mich auch recht intensiv mit der Genealogie (Ahnenforschung). Und was ich bei den Nachforschungen so manches Mal in den alten Unterlagen und Kirchenbüchern entdecke, überrascht mich oft sehr. Obwohl zur damaligen Zeit sehr verpönt, gab es auch damals auffällig viele uneheliche Kinder. Oder Kinder die Kinder bekamen.
    Häufig kamen die Mütter dann doch noch "unter die Haube" und einige der Männer nahmen diese Kinder ganz offiziell als ihre eigenen an.
    Mein Gedankengang nun ist, wenn irgendein Bursche mit irgendeinem besonderen Talent (vielleicht ein Zimmermann auf der Walz, ein umherziehender Musikus, oder was auch immer) eine junge naive Dorfschönheit rumgekriegt hat, trägt das daraus entstandene Kind natürlich auch seine Erbanlagen in sich. Der richtige Erzeuger wurde in der Regel in der Familie totgeschwiegen, und so wusste spätestens ab der 2. darauf folgenden Generation, keiner mehr etwas von dem "Kuckucksei."Besondere Talente überspringen oft mehrere Generationen und somit ist die Überraschung groß, wenn sie dann doch eines Tages zum Vorschein kommt.

    Könnte es also sein, dass es Reinkarnation gar nicht gibt und wir bei einer Rückführung das sehen, was irgendein Vorfahr erlebt hat?
    Wenn man das hochrechnet kommt eine Fülle an Erinnerungen zusammen…
    Jeder von uns hat 2 Elternteile, 4 Großeltern, 8 Urgroßeltern, 16 Ur-Urgroßeltern, usw.

    Was haltet ihr von dieser Gedankenspielerei?
    Ein sehr interessanter Gedanke, verfolgen wir ihn doch etwas weiter.
    Erinnerungen die in unseren Genen verankert weitervererbt werden würden die Theorie der "Seelensuppe" erst einmal negieren, sollte man meinen.
    Aber, angenommen man würde vererbte Erinnerungen der eigenen Vorfahren primär als Grundlage für die in der "Seelensuppe" (eine klasse Bezeichnung ist das XD) vorhandenen Merkmale der Persönlichkeitsbildung ansehen, dann können alle bisherig angesprochenen Punkte ein stimmiges Gesamtbild ergeben.
    Bildlich gesprochen:
    Das Jenseits entspräche dem Kessel in welchem die Suppe kocht. Durch die Empfängnis werden Erinnerungen der Ahnen weitergegeben, welche nicht nur die "Suppenschüssel" bilden, sondern auch vorbereitend für ein Leben innerhalb einer bestimmten Region - Kultur ect. gedacht ist!
    Dem Schicksal, sofern man es als existent erachtet, käme die Rolle der Schöpfkelle gleich.
    Klingt vielleicht lustig, wäre aber stimmig in sich, wodurch dann auch Rückführungen nicht einfach als unbedingt falsch anzusehen wären.
    Mir kommt da grad noch so ein Gedanke …. ;)
    Rückführungskritiker argumentieren gerne damit, dass viele "Zurückgeführte" behaupten, sie seien beispielsweise Nofretete gewesen.
    Es gab aber nachweislich nur eine Nofretete. Warum behaupten nun 30 Menschen sie seien in einem früheren Leben diese Person gewesen?

    Wenn wir jetzt annehmen, dass die Erinnerungen unserer Vorfahren genetisch vererbt werden, ergibt auch das Sinn!
    Nofretete hatte nachweislich 6 Kinder. Angenommen nur 2 davon bekamen auch wieder 2 Kinder.
    Und jeder einzelne von denen auch wieder 2.
    So sind es bereits in der vierten Generation 8 Personen, die die Erinnerungen an ein Leben als Nofretete in sich tragen.

    Ich muss sagen, diese Theorie ist äußerst interessant! :D
    Da ist mir jetzt gerade im Moment doch noch etwas eingefallen, das ich einmal zu Rückführungen gelesen habe. Lacht mich bitte nicht aus, aber es ist schon ewig her … ich glaube, der Artikel war in der "Bravo" …

    Angeblich wurde da eine junge Punkerin über eine Hypnose in zwei frühere Leben zurückgeführt. Ich weiß nicht mehr alle Einzelheiten. Mir blieb aber im Gedächtnis (ja, mir ist klar, wie unzuverlässig das ist!), daß sie ein (wahrscheinlich früh-) mittelalterliches Bauernmädchen gewesen sein wollte, außerdem jemand namens Marie-Antoinette.

    Jahreszahlen, wenn sie genannt wurden, sind mir nicht mehr erinnerlich.

    Ich weiß aber noch, wie man seitens der "Bravo" darauf kam, die junge Dame habe einfach irgendetwas zusammenphantasiert. Sie hatte in ihrer Hypnose wohl erzählt, daß sie zuhause Kartoffeln gegessen hätten, "einfach so, heiße, mit dem Löffel." Kartoffeln gab es in Europa jedoch erst am Ende des Mittelalters, zumindest als Nahrungsmittel (als Zierpflanze - kein Witz! - wohl schon etwas früher). Da muß in der Hypnose wohl ein viel früheres Datum gefallen sein.

    Aber nur mal angenommen, die Punkerin hätte nicht phantasiert. Von der Marie-Antoinette mal ganz abgesehen - hier finde ich Marisas Ausführungen zu Nofretete sehr interessant. Bei soviel Mischmasch, wie wir für die Seelensuppe sowieso schon annehmen, dazu noch mutmaßen, daß Erinnerungen auch genetisch weitergegeben werden könnten, werden sich doch bestimmt auch einmal Details vermischen können. Oder vielleicht nicht?

    Auf andere Sachen, von denen ich weiß, daß sie mich mehr interessiert hätten als die Kartoffeln und das genaue Datum, an die ich mich jetzt aber auch nicht mehr erinnere (ich will ein fotografisches Gedächtnis …) wurde allerdings nicht eingegangen. Nun ja, wer hätte auch von der Bravo wissenschaftliche Herangehensweisen erwartet?

    Hier aber nun meine Frage - erinnert sich vielleicht jemand von Euch an so einen Artikel?
    Also ich erinnere mich an eine 3-4 teilige Dokumentation, welche ich damals sehr interessiert verfolgte.
    Erst wurde vor laufender Kamera im beisein eines bekannten Parapsychologen, als auch eines Historikers (die Name ist mir leider entfallen) eine hypnotische Rückführung vorgenommenen. Anschließend wurden die vom Probanden gemachten Angaben auf ihre geschichtliche Genauigkeit überprüft und ausführlich erklärt. Damit nicht genug, sogar nach den genannten Orten wurde gesucht, welche dann auch aufgesucht wurden, um vor Ort nach Indizien zu suchen welche die Erzählungen der Probanden untermauern sollten. Natürlich gab es viele Bestätigungen.
    Damals war ich fasziniert, heute stehe ich dem ganzen nicht skeptisch, aber nüchtern kritisch gegenüber.
    ich überlege oft ob Erfahrungen aus den vergangenen Leben unseres beeinflussen können. ich hatte mal gelesen das jemand panische Angst vor Wasser hatte und bei einer Rückführung herauskam das er bei den Untergang der Titanic ums Leben kam. ich zum Bsp. erleide Höllenqualen wenn ich am Bahnsteig stehe und ein Zug schnell herein bzw. durchfährt. immer habe ich den Gedanken er könnte mich überfahren. was denkt ihr? wäre es möglich das das erinnerungsfetzen sind?
    99% sind erklärbar, das 1% was mich glauben lässt :thumbsup:

    Marisa schrieb:

    Wenn wir jetzt annehmen, dass die Erinnerungen unserer Vorfahren genetisch vererbt werden, ergibt auch das Sinn!
    Nofretete hatte nachweislich 6 Kinder. Angenommen nur 2 davon bekamen auch wieder 2 Kinder.
    Und jeder einzelne von denen auch wieder 2.
    So sind es bereits in der vierten Generation 8 Personen, die die Erinnerungen an ein Leben als Nofretete in sich tragen.


    Ich muss meinen oberen Gedankengang revidieren!
    Das mit der Vererbung kann nicht funktionieren.
    Die meisten Menschen erzählen ja während einer Rückführung auch von ihrem eigenen Tod.
    Nun können aber nur Erinnerungen "vererbt" werden, die bis zum Zeitpunkt der Zeugung gemacht wurden.
    Und jeder hier wird mir wohl zustimmen, wenn ich behaupte, dass sowohl Vater als auch Mutter zu diesem Zeitpunkt quicklebendig waren. :D
    Es könnte theoretisch schon funktionieren - zumindest wenn wir einmal annehmen, daß auch Erinnerungen vererbt werden, die man berichtet bekommen hat, und das ist ja auch dann möglich, wenn die Person, um die es geht, bereits nicht mehr lebt. Zwar ist das Gehirn nicht allzu zuverlässig, was Erinnerungen angeht - aber vielleicht ist genau das der Punkt: Man erinnert sich manchmal an Dinge, die man erzählt bekommen hat, so, als wären sie einem selbst passiert. Oder man weiß zwar, daß einem "mal irgendjemand etwas erzählt hat", man erinnert sich aber nicht mehr, daß man gerade der Person gegenübersitzt, die einem das erzählt hat, und gibt die Erzählung nun als Erfahrungsbericht wieder …

    Ich hatte einem Freund einmal etwas aus einem Brief einer Brieffreundin erzählt, habe ihm aber gesagt, ich wüßte nicht ganz genau, was gemeint war; er antwortete: "Das wird wohl so und so gemeint gewesen sein." Jahre später hörte ich dieses "Etwas" derart von ihm wieder, daß jemand anders es ihm erzählt habe, auf jeden Fall ganz bestimmt nicht ich, und natürlich hatte dieser Jemand ihm genau die Bedeutung dazugeliefert, die er damals hineininterpretiert hatte …

    Also für mich funktioniert Erinnerungsvererbung immer noch! :)
    Hm ... ja ... das wäre durchaus möglich.
    So etwas Ähnliches ist mir bei meinen Gedankenspielereien auch schon eingefallen. :D
    Nur dachte ich eher daran, dass ein Familienmitglied beim Tode eines Vorfahren dabei war. Es gab ja mal eine Zeit, in der es nicht ungewöhnlich war im Kreise der Familie zu sterben.
    Ja, das kann man wahrscheinlich so annehmen. Und selbst wenn möglicherweise andere - Nicht-Familienangehörige - auch die Erlebnisse der bereits Verstorbenen berichtet bekommen haben, so werden es doch im Normalfall nähere oder fernere Familienangehörige sein, die am besten mit den Erlebnissen der Vorfahren vertraut (gewesen) sind … oder? :)
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