"Spuk" ist eine Schutzfunktion des Körpers- Interview mit Walter von Lucadou

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    "Spuk" ist eine Schutzfunktion des Körpers- Interview mit Walter von Lucadou

    Parawissenschaftler Walter von Lucadou (65) räumt mit falschen Geistern und deren Jägern auf.
    Herr von Lucadou, Sie befassen sich mit paranormalen Phänomenen, Sie gehen auf Hausbesuche – sind Sie ein europäischer Ghostbuster?
    Wissen Sie, ich hatte gegen diesen Titel zunächst nichts einzuwenden. Doch seit ein paar Jahren ist es zum Hobby von jungen Leuten geworden, nächtens in alten Gemäuern herumzuziehen und nach Geistern zu suchen. Solche Leute geben neuerdings auch verängstigten Menschen völlig unkritische Ratschläge, wie sie mit vermeintlichen Geistern umzugehen haben – und richten damit grossen psychologischen Schaden an. Das ist wie eine Seuche, und darum verzichte ich dankend auf diesen Titel.


    Quelle:
    bazonline.ch/basel/land/Spuk-i…s-Koerpers/story/13101728
    Sehr interessanter Artikel!

    Es stimmt schon, dass Spuk eine Schutzfunktion ist, aber man kann nicht alle Spukfälle über einen Kamm scheren, wie es hier der Herr von Loucadou macht.

    Man sollte bedenken, und das ist meine Meinung, dass ein kleiner Teil der Spukfälle ungeklärt sind.
    Auch glaube ich nicht, dass bei einem Spukfall wo die betroffene Person körperlich verletzt wird, diese selbst hervorruft, denn das wäre ein Widerspruch zu der Sache mit der Schutzfunktion.
    jo Darkstar, dem wäre so :)

    Man stelle sich einen Plattenbau im tiefen Osten Deutschlands vor, wo alle Bewohner arbeitslos sind und Probleme haben welche sich nicht so schnell lösen lassen.
    Würde man dsnn nicht desöfteren über solche Spukfälle hören?
    Versteht mich nicht falsch, aber die Sendung Familien im Brennpunkt oder Wir im Plattenbau - sollte gerade bei Dreharbeiten das Thema Spuk aussenvor gelassen werden?
    Ich meine, gerade mit solchen Themen würde das doch solche Sendungen sprengen und die Leute die sich filmen lassen, machen das ja auch nicht umsonst.

    Aber in keiner dieser Sendungen wird dieses Thema angesprochen. Also bleib ich dabei, Spuk ist nicht gleich Spuk
    Nein, dem ist nicht so!!! (Behaupte ich mal ganz frech. :) )
    Walter von Lucadou räumt ja ein, dass nur ein geringer Prozentsatz der Menschheit diese Fähigkeit der Externalisierung besitzt. Alle anderen fressen ihre Sorgen in sich hinein.
    Ergo sind auch nur wenige davon betroffen. Und wer davon betroffen ist, wird mit allen Mitteln versuchen, dass nicht an die Öffentlichkeit kommen zu lassen, weil man ganz schnell als verrückt und völlig durchgeknallt abgestempelt wird. Die Folge davon: Man wird von anderen Menschen gemieden, was die ohnehin schon dramatische eigene Lage noch weiter verschlimmert.

    Aber was, oder wer, auch immer solche Phänomene auslöst, es ist nichts Ungewöhnliches! Diese Dinge passieren, sind immer passiert und werden auch immer passieren. Es ist also genauso normal wie der Wechsel der Jahreszeiten.
    Das einzige was den Menschen Angst macht, ist dass sie es nicht erklären können. Wenn die Mehrheit der Menschen diese Phänomene erleben würden, würden die wenigen die nicht davon betroffen sind, ausgegrenzt werden und als "unnormal" abgestempelt werden.
    Und wer steht schon gerne am Rande einer Gesellschaft? Also behält man seine "Andersartigkeit" lieber für sich.
    Der Mensch tickt nun mal so!
    Die Psychologie ist ein sehr komplexes, und gleichzeitig auch, ein ganz einfaches Feld!
    Ich muss trotzdem mal wieder in eine andere Richtung gehen, beziehungsweise die Theorie von Walter von Lucadou gegebenenfalls erweitern.
    Aus eigener Erfahrung und Erlebnissen:

    Bei uns läuft es natürlich auch nicht immer so rund wie man es gerne möchte. Nun kann ich mit Gewissheit sagen, dass sowohl meine Frau als auch ich dazu neigen unseren Ärger und unsere Sorgen in uns hinein zu fressen.
    Ok, wir beide haben aber auch vererbte Fähigkeiten, meistens Vorahnungen welche sich durch Träume oder sich steigernde Unruhe äußern.
    Jetzt ist es auch schon ab und an vorgekommen, dass wir Erscheinungen in Form von vorbei huschenden Schatten gehabt haben, die von uns beiden deutlich zu sehen waren.
    Seit wir uns angewöhnt haben über unsere Probleme zu sprechen ist allerdings Ruhe.
    Ich gehe daher davon aus, dass man nicht nur eine dahingehende Begabung besitzen sollte, sondern auch Ärger, Sorgen und Ängste ein überdurchschnittliches Maß erreichen müssen um tatsächlich Erscheinungen hervor rufen zu können.
    Weiter oben steht "es ist nichts Ungewöhnliches!" Darauf möchte ich auch noch einmal zurückkommen. Ich hatte woanders einmal geschrieben, daß die Menschen sehr individuell hören (überhaupt wahrnehmen, wenn man es mal genau betrachtet): Was der eine noch deutlich hört, ist völlig unter der Hörschwelle eines anderen, wieder ein anderer nimmt es noch so gerade wahr. Mit Sehen, körperlichem Spüren, Riechen, Schmecken und emotionalem Fühlen (darunter auch das als angenehm oder unangenehm Empfinden) ist es ganz genau so - oder kann zumindest genau so sein, möchte ich vermuten.

    Daher gehe ich auch davon aus, daß die eigene Art, mit solchen Dingen umzugehen (ob nun einer einzelnen Person oder einer ganzen Familie - die Erziehung dürfte viel damit zu tun haben), auch Aufschluß darüber gibt, wie real Phänomene wahrgenommen werden - und wie bedrohlich.

    Das "Schatten wahrnehmen" kenne ich übrigens auch! Allerdings gab es das erstaunlicherweise nicht bei mir (hätte ich verstanden, bei dem Zwist mit meinem Ex und meiner Schwiegermutter), sondern bei einer Freundin, bei der es viel Konfliktpotential gab. Das war allerdings eher nicht mein eigenes, sondern ihres und das in ihrer Familie vorhandene (ich sage nur Traumatisierungen). Ich sah etwas Weißes vorbeihuschen, in der Größe vielleicht eines kleinen Mädchens (wirkte auch wie ein altertümliches weißes Kleid, war aber nur aus dem Augenwinkel). Als ich es ihr erzählte, meinte sie, ja, das hätte sie auch häufiger. Sie hielt es für eine verstorbene Tochter.

    Andere Phänomene, wie Klopfen oder herunterfallende Gegenstände, traten nicht auf.
    Ich muss die Zitatfunktion noch üben gg

    @ Marisa
    Mit anderen Worten: Alle Menschen die krank sind/ werden sind selbst dafür verantwortlich, weil diese anstatt über Probleme zu reden, diese in sich hineinfressen? (ist ja auch irgendwie eine Gabe, denn wer kann schon von sich aus behaupten, dass er sich ohne Fremdverschulden selbst krank machen kann)
    Und der ganz kleine Teil der Menschen die eben Phänomene manifestieren, sind oder werden nicht krank aber entwickeln eine Angstpsychose weil diese nicht wissen, dass die Phänomene von sich aus kommen.
    Nicht falsch verstehen, für mich liest sich das so
    Im Grunde genommen sind dann alle Menschen krank egal ob körperlich oder psychisch..

    @ Van Silence
    Zitat: "Jetzt ist es auch schon ab und an vorgekommen, dass wir Erscheinungen in Form von vorbei huschenden Schatten gehabt haben, die von uns beiden deutlich zu sehen waren.
    Seit wir uns angewöhnt haben über unsere Probleme zu sprechen ist allerdings Ruhe."

    Du glaubst also wirklich, dass wenn man über seine Probleme und Sorgen spricht, aich die Phänomene aufhören?
    Könnte es nicht eher eine Suggestion sein, weil man irgendwo gelesen hat, dass wenn man über seine Sorgen spricht, der Spuk beendet ist?
    Es gibt ja soviele Berichte wo einem dies suggeriert wird, eine Art Massenmanipulation und alle glauben daran - Placeboeffekt

    Ich bin hin und her gerissen mit dem was ich glauben soll.
    Denn die These vom Lucadou mag zwar auf einen geringen Teil stimmen, jedoch nicht auf alles.
    Mich z.B plagt seit Jahren der Spuk.
    Es gibt Zeiten, wo es ruhig ist. Dann wieder Zeiten wo es heftiger ist.
    Auch kann man den Spuk nicht berechnen.
    Aber hey, ich habe mir eine Katze zugelegt.
    Auch spreche ich über meine Probleme/Sorgen und Ängste bei Gesprächstherapien
    Dennoch ändert sich nichts.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „**PowerWoman**“ ()

    **PowerWoman** schrieb:

    @ Marisa
    Mit anderen Worten: Alle Menschen die krank sind/ werden sind selbst dafür verantwortlich, weil diese anstatt über Probleme zu reden, diese in sich hineinfressen?


    Nein!
    Ich spreche über psychosomatische Krankheiten!
    Das heißt über Beschwerden, die da sind, OHNE dass es eine medizinische Ursache dafür gibt.
    Beispiel: Als Kind litt ich täglich morgens an Übelkeit. Im Laufe des Tages verschwand sie völlig. Am nächsten Morgen war sie wieder da. Außer an den Wochenenden und in den Ferien. Meine Eltern vermuteten , ich hätte keine Lust zur Schule zu gehen und ignorierten es dann völlig.
    Damit hatten sie nur zum Teil recht.
    Das fiel mir aber erst ein paar Jahre später auf, als ich in der Ausbildung war.
    Mir ging es morgens immer gut ... außer Donnerstags. Da hatte ich Berufsschule!
    Des Rätsels Lösung: In meinen ersten 6 Schuljahren war ich das "Opferkind" in der Klasse. Damals hat man das mit dem Mobbing noch nicht so ernst genommen und sah es wohl als Training fürs Leben an.
    Lange Rede, kurzer Sinn: Auf Schule jeglicher Art hat mein Körper sofort mit Übelkeit reagiert. Das wurde erst besser als ich mir dessen bewusst wurde.

    Ich entnehme deinen Fragen, dass du psychosomatische Erkrankungen überhaupt nicht kennst. Was mich wiederum in meiner Ansicht bestärkt, dass du zu der glücklichen Minderheit gehörst, die psychische Belastungen nach außen verlagern können.
    zitat "Ich entnehme deinen Fragen, dass du psychosomatische Erkrankungen überhaupt nicht kennst. Was mich wiederum in meiner Ansicht bestärkt, dass du zu der glücklichen Minderheit gehörst, die psychische Belastungen nach außen verlagern können"

    Oh die kenne ich absolut :-). Habe ich derzeit wieder vermehrt körperl. Beschwerden, da es in meiner Tätigkeit als Pflegehelferin zu unerwünschten Vorkommnisse gekommen sind. Ich kann zwar über das Thema reden, bekomme jedoch schon vom daran denken Herzrasen und Blutdruckabfall.
    Eine Untersuchung des Arztes ergab, dass keine Ursache gefunden werden konnte.
    Sohin wurde mir gesagt, dass meine Beschwerden der Psyche zuzusprechen sind.
    Anscheinend geht beides. Manifestation nach aussen und sich selbst krank machen

    **PowerWoman** schrieb:

    Du glaubst also wirklich, dass wenn man über seine Probleme und Sorgen spricht, aich die Phänomene aufhören?
    Könnte es nicht eher eine suggestion sein, weil man irgendwo gelesen hat, dass wenn man über seine Sorgen spricht, der Spuk beendet ist?

    Nein, so wollte ich es nicht ausdrücken.
    Nur weil es bei meiner Frau und mir funktioniert hat, kann ich nicht davon ausgehen, dass dieser Effekt auch für die gesamte Menschheit seine Gültigkeit hat. Vielleicht liegt es nicht allein daran zu auszusprechen was einen bedrückt. Es könnte auch daran liegen gemeinsam nach möglichen Lösungen zu suchen. Gut möglich, dass die Aussicht auf eine Besserung dafür sorgt, dass Endorphine ausgeschüttet werden.
    Dies wäre natürlich eine biochemische Reaktion, welche zwangsläufig auch Auswirkungen, sowohl geistig wie auch körperlich mit sich bringt, was wiederum die Energetische zusammensetzung unserer Ausstrahlung (Aura/Karma) beeinflusst und somit unterbewusste durch Ärger ect. verursachte Erscheinungen negieren könnte!
    Ist natürlich nur eine Theorie.