Er attackiert seine Opfer im Schlaf , saugt ihnen die Lebenskraft gnadenlos aus dem Leib, plagt sie noch dazu mit Wahnsinn, der greifbar wie ein wirklicher Mörder erscheint.
Bis zu drei Tage dauert das Martyrium, dann schnürt der Tod dem Heimgesuchten die Kehle zu.
Welcher Killer schlägt so erbarmungslos zu? Alles nur Aberglaube?

In einer Frühlingsnacht des Jahres 1725 kommt es zu einer rätselhaften Begegnung.
Erstmals nach zehn Wochen besucht Peter Plogojowiz seine verlassene Frau, verlangt nach seinen Schuhen. Seine Frau gerät in Panik- denn ihr Mann ist ein Toter ; bestattet auf dem Friedhof des serbischen Dorfes Kisolova.

Neun Männer und Frauen, alte und junge, werden in den folgenden acht Tagen heimgesucht. Er legt sich auf sie, drückt ihren Hals zu, saugt ihnen begierig das Blut aus den Adern – die Heimgesuchten versterben während eines einzigen Tages.

Das ganze Dorf könnte innerhalb kurzer Zeit von dem Blutsauger ausgerottet werden, fürchten die Leute und sie zwingen die Behörden das verdächtige Grab zu öffnen.

Der österreichische Staatsapotheker Frombald der zu jener Zeit in dem serbischen Distrikt tätig war bekommt den Auftrag die Leichenschau zu überwachen und zu protokollieren.
Er schreibt … Zitat:

„ Dass von dem Körper kein Leichengeruch zu vernehmen . Der Leichnam, ausser der Nasen, welche etwas abgefallen gantze frische war. Haar und Bart ja auch die Nägel an ihme gewachsen, die alte Haut sich abschäle und darunter neue Haut gewachsen. Das Gesicht, die Hände und Füsse und der gantze Leib waren beschaffen, dass sie in seinen Lebzeiten nicht hätten vollkommener seyn können.“

Weiter sagte er dass der Körper wohlgenährt war und sich frisches Blut von seiner letzten Blutmahlzeit noch am Munde befand. Ferner trug der „Untote“ das wilde Zeichen, (er hatte eine Erektion).

Als dann der Pöbel immer ergrimmter wurde habe man „in schneller Eil“ einen Pfeil „gespitzet“ und dem blutrünstigem Mörder das Herze durchstochen. Worauf dem Gepfählten frisches Blut aus Mund, Nase und Ohren gelaufen sei. Anschließend wurde der Leichnam zu Asche verbrannt.

Beamte der Hofkammer spielen den Bericht des kaiserlichen Apothekers dem Wiener Diarium zu.
Und schon am 21 Juli 1725 künden die Schlagzeilen von den blutsaugenden Untoten * so sie Vampyri nennen* der östereichischen Öffentlichkeit.

Im Jahre 1731 setzt eine wahre Vampir- Epidemie ein.
In Medwegya, an der Morava werden in nur sechs Wochen dreizehn Opfer dahingerafft. Verantwortlich macht man die Vampirinnen Miliza und Stana.
In dem walachischem Dorf Merul werden bis 1753 über achtzig Personen von Vampiren angefallen und infiziert. Es kommt zu einer Leicheninquisition.

Bereits 1734 schreibt ein deutscher Naturforscher und Gelehrter sein Werk :

„Vom Kauen und Schmatzen der Todten in Gräbern“ ….
Worin die wahre Beschaffenheit derer Hungarischen Vampyrs und Blut-Sauger gezeigt …
( M. Michael Ranfts, Leipzig, 1734)

(Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/2f/Tractat_von_dem_Kauen_und_Schmatzen_der_Todten_in_Gr%C3%A4bern_002.jpg )

Alles nur Aberglaube?

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