Der Sudelfels

Geologie
Der Sudelfels ist aus Geriesel von Kalkwasser entstanden und ein riesiger Block aus Tuff. Gerade solch mystische Orte, wo Quellen sprudelten, Höhlen oder mächtige Bäume standen, waren für die Kelten Orte, ihre kultischen Handlungen zu verrichten und Göttern zu opfern.

Am Sudelfels wurde, eine hölzerne Wasserrinne aus der Mitte des 3. Jahrhunderts und mehrere Weihesteine mit lateinischen Inschriften gefunden.
Die Anlage des Quellheiligtums wurde von Archäologen in zwei Grabungen, 1903 und 1980-1984, freigelegt und im Anschluss restauriert.

Zentrale Teile des Heiligtums waren ein kleiner sechseckiger Umgangstempel und eine ebenfalls sechseckige Quellfassung, deren Schale aus einem einzigen Sandsteinquader gehauen ist. Im 4. Jahrhundert wurde die Anlage, wahrscheinlich von Anhänger des Mithraskultes zerstört.

Geschichte
Die Kulturen von Kelten und Römern verschmolzen bald, nachdem die Legionen Roms das Land an der Saar besetzt hatten. Die keltische Lebensart und die importierte römische Zivilisation wurden rasch zur gallo-römischen Kultur, das Quellheilitumg Sudelfels bewarhr diese Begegnung zweier Kulturen. Über 700 gefundene römische Münzen, die älteste aus der Ära Kaiser Augustus (31 v. – 14 n. Chr.), die jüngste von Valentinaian (um 390 n. Chr) geben Aufschlüsse über die Benutzungsdauer der Anlage.
In der Nähe eines Sechseckbrunnens wurde eine Statue der Quell -und Muttergöttin Sirona gefunden. Daneben belegen Grabungsfunde, dass in diesem Tempelbezirk auch die Gottheiten Apollo (Patron der Hirten und Medizin), Merkur (Beschützer der Händler), Rosmerta(Hüterin des Wohlstandes), Minerva und Silvanus verehrt wurden.

Anlage

Im Süden eine Villa, im Norden einige kleine Wirtschaftsgebäude und dazwischen der eigentliche Tempelbezirk. Er bestand aus einem quadratischen, einem sechseckigen Bau, die in Resten noch nachvollziehbar sind. Die Forschung vermutet, dass es sich bei der Villa um einen Gutshof handelt. Allerdings könnte auch eine Pilgerherberge angenommen werden. In diesem Gebäude befinden sich eine vorgelagerte Säulenhalle, die von zwei nahezu quadratischen Gebäuden flankiert wird. Neben Herd und Treppe sind eine

Fußbodenheizung (Hypokaustum) sowie Kaltbad (Frigidarium) zu sehen. Der Kern der Anlage bildet das sechseckige, aus einem Sandsteinblock gehauene Wasserbecken, aus dem heute noch kontinuierlich Wasser sprudelt. Wahrscheinlich war dieser heilige Ort mit Säulen umfasst, die ein Dach trugen.
Zwei Skelettfunde belegen, dass das Gelände während der fränkischen Zeit als Bestattungsstelle genutzt wurde.

Laut einer Sage soll hier in dieser Grotte ein Mühlenrad gestanden haben und auch eine Mühle dort gestanden haben.

Und hier noch zwei EVP’s von Frank von Team Paranormal-Saar.  Er fragte an dieser Stelle, ob er stört, urteilt selbst.

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