Am 11. August war Sandy mit Alarion eine alte Kriegsgräberstätte/jüdischen Friedhof in Tholey, Saarland besuchen.
Sandy fiel auf, dass auf vielen Grabsteinen Steine lagen.

Kaum waren etwa 5 Minuten vergangen, da kam ein älterer Mann, der sich um den Friedhof ein wenig kümmert. Er erklärte ihnen dann, dass die Steine die gleiche Bedeutung haben als läge man einen Blumenstrauß aufs Grab, da aber auch einige aus Amerika oder von anderswo herkämen (teilweise 3. oder 4. Generation), würden die Leute diese Steine von Zuhause mitbringen und auf die Gräber legen, weil diese die Zeit eher überdauern. Wie schon zu Anfang erwähnt, ist dies ein jüdischer Friedhof. Sandy und Alarion sind besonders die Grabsteine ins Auge gefallen, auf denen Hände zu sehen waren,

die in jüdischem Glauben betende Hände sind.
Von dem alten Mann erfuhren sie dann auch, dass in der Nähe von Tholey ein kleines KZ war, deren Insassen ebenfalls teilweise auf diesem Friedhof beerdigt wurden. Dabei erzählte er ihnen, dass er, als er ein kleiner Junge war, einen Mann traf, der sagte, er selbst müsse auch in einem solchen Grabe liegen. Er gehörte zu jener Gruppe, die ein Massengrab ausheben mussten und an dem Abend, als diese Menschen erschossen werden sollten, sei er im dunkeln vom Wagen gesprungen und sich 3 Tage lang in der Krone eines Baumes versteckt, um von den Nazis nicht gefunden zu werden.

Zur Geschichte des jüdischen Friedhofes
Der jüdische Friedhof in Tholey wurde Ende des 18. Jahrhunderts, angelegt und bis in die 1930er-Jahre belegt. Zwischen 1935 und 1945 wurde er schwer zerstört.
Auf dem Friedhof ließ Dr. Walter Sender nach 1945 einen Gedenkstein für die Ermordeten der Synagogengemeinde Tholey errichten, zum Gedenken an die Gemeinde der Deportierten zwischen 1933-1945.

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