Die Legende:
Boten hatten auf schnaubenden Rossen, dem Herrn von Felsberg die Nachricht gebracht:
“Es hat der Herr von Siersburg beschlossen, noch eh zu End die selbige Nacht, will er sich mit Euch, sollts Euch nicht bangen, messen im Zweikampf vor Wallerfangen, und so entscheiden den häßlichen Streit, durch den eine Frau euch Brüder entzweit. Wer im Ritterturnier den and’ren bezwingt, Alice von Forbach als Eh’weib erringt!”
Es riefens die Boten, spornten die Rosse und jagten wieder hinaus aus dem Schlosse, hinterher grollte des Ritters Fluch:
“Vermeldet Graf Siersburg des Felsbergers Kunde, ich sein Bruder ruf den Teufel zum Bunde. Webt eurem Herrn schon das Leichentuch!”
Kaum war der Ruf im Winde verhallt, trat in die Burg als finstre Gestalt der “Junker Jörg mit dem Hinkebein”, präsentiert dem Ritter den Schein:
“Soll ich euch helfen beim tödlichen Raufen, müßt Ihr mir Graf, Eure Seele Verkaufen!”
Er nahm die rote Feder vom Hut,
“Unterschreibt den Vertrag mit drei tropfen Blut!”
Vor Wallerfangen beim Hahnenschrei, traf sich am Morgen die Kumpanei, und ehe noch erloschen das Morgenrot, schlug der Ritter von Felsberg den Bruder tot. Der Teufel jauchste und schwelgt in Lüsten: “Last Herr von Felsberg, die Hochzeit Euch rüsten!”
Burg Felsberg aber ward im Land die Teufelsburg genannt. Ihre Türme, ihre Hallen sind schon längst zu Staub zerfallen. Doch im Volke lebt heut noch fort die alte Mär vom Brudermord. Und wenn bei Zeit, in sturmdurchwehten Tagen, die schlimme Untat sich aufs neue jährt, hörst in den Wolken Du ein wildes Klagen, weil der von Felsberg in die Hölle fährt.
Oskar Reinhold Beyer
Ob an der Legende was dran ist, werden wir im Sommer 2009 erkunden. Hier erstmal die Fakten:

Die Burg Neuenfelsberg, auch Teufelsburg im Volksmund genannt, wurde unter dem lothringischen Herzog Johann I. (1343-1390) erbaut. Sie ist die Nachfolgerin einer älteren Burganlage namens Altenfelsberg, die auf dem gegenüberliegenden Hanseberg in St.Barara lag. Diese ältere Burg wurde 1179 erstmals urkundlich erwähnt, entstand aber möglicherweise schon zu Beginn des 10. Jahrhunderts als Schutzburg des Ortes Wallerfangen.
Diese ältere Burganlage wurde 1341 in einer Fehde zwischen dem Wildgrafen von Daun, der sich auf der Burg Altenfelsberg (http://www.stbarbara-online.de) verschanzt hatte, und dem Trierer Kurfürsten und Erzbischof Balduin von Luxemburg völlig zerstört und später nicht wieder aufgebaut.
Es deutet alles darauf hin das die Überreste der Altenfelsberg (St.Barbara), von den Einwohnern einfach zugeschüttet und begrünt wurden.
Stattdessen ließ der lothringische Herzog um 1350 die Burg Neuenfelsberg (Teufelsburg-Felsberg) die erstmalig 1369 urkundlich erwähnt wurde, auf dem ca. 3km entfernten Schlossberg bei Felsberg – hier hatte der Trierer Kurfürst keine Lehensrechte mehr- erbauen.
Wie die ehemals lothringische Bergfest Berus liegt auch die weitläufige Anlage der Teufelsburg mit Vorburg, Halsgraben und Hauptburg auf einem weit ins Saartal vorspringenden Bergsporn, der zu den Ausläufern des lothringischen Hügellandes gehört. Diese strategisch sehr günstige Lage wurde wahrscheinlich schon von den Römern zur Anlage einer Befestigungsanlage genutzt.

Das ausgedehnte Areal der Teufelsburg wurde in den Jahren 1964-1969 auf die Initiative des ehemaligen Bürgermeisters Alois Hoffmann, freigelegt und in den folgenden Jahren restauriert durch den Förderverein der Teufelsburg. http://www.teufelsburg1.de
Die Anlage unterteilt sich in die Vorburg und in die Hauptburg, die sich in Richtung Oberfelsberg erstreckt.
Beide Teile sind durch einen tiefen Halsgraben getrennt, über den früher eine Zugbrücke führte. In der Vorburg standen die Wirtschaftsgebäude und die Pferdetränken. Die Hauptburg bestand aus einem Palast, dessen Kellergewölbe wiederhergestellt wurde, und einem Bergfried. Daneben befanden sich Stallungen.

Der genaue Zeitpunkt der Zerstörung der Burg Neuenfelsberg (Teufelsburg) ist nicht bekannt. So wird die Zerstörung u.a. in das Jahr 1651 während einer französisch-lothringischen Auseinandersetzung datiert. Urkundlich belegt ist dagegen, dass die Burg 1676 nicht mehr bewohnt war und das Anwesen und die Nebengebäude in Verfall geraten waren. In den folgenden Jahrhunderten diente die Ruine den umliegenden Bewohnern als Steinbruch und wurde so nahezu vollständig abgetragen.
Die Burgmauer selbst und die Reste zweier erhaltener Rundtürme liegen etwas unterhalb des Burgplateaus. Die gesamte Burg ist in das Felsplateau integriert und wurde teilweise in den Felsen hineingegraben.
1964 wurde Fördergemeinschaft Teufelsburg gegründet, die in Zusammenarbeit mit de Landeskonservatoramt die Burg seit dieser Zeit nach den vorhandenen Fundamenten restauriert und im Keller der Burg ein kleines Burgmuseum mit Fundstücken der Ausgrabungen eingerichtet hat. Von der Aussichtsplattform über dem Kellergewölbe bietet sich dem Besucher ein herrlicher Blick über die breite Niederung des mittleren Saartals bis zu den Ausläufern der Vogesen im Süden.

Vielen Dank Frank für diesen Beitrag