Dieser Bericht stammt von Frank

Plätze soll es geben, die man in den Abendstunden oder gar nachts, besser meiden sollte. So soll es zwischen Düppenweiler und Beckingen solch einen Ort geben.
So machte ich mich am Tage auf um diesen Ort zu besuchen.
Ein kleines Schildchen ca. 2 Km vom Parkplatz aus zeigt mir den Weg.


1926 soll die Marienkapelle erbaut worden sein

und ist Malerisch gelegen inmitten eines schönen Waldes, der gerade dazu einlädt zu wandern oder ihn mit dem Rad zu erkunden.

Doch ist die Nacht angebrochen sollte man ihn meiden, so die Einheimischen.

1813 soll sich zu mitternächtlicher Stunde etwas Schlimmes zugetragen haben. Ein Bauermann aus Düppenweiler soll hier hinterrücks erschlagen worden sein. Bis zu den Pferdehütern nach Haustadt sollen seine Hilferufe schaurig durch die Nacht gehallt haben.
Zum Gedenken an die schreckliche Tat und der armen Seele des Ermordeten ließen Angehörige dort ein Holzkreuz errichten. Gleiches taten auch die Haustadter Pferdehüter an der Stelle, an der sie die Hilferufe des Nachtes hörten.
Gehofft wurde das die Seele ruhe fände.
Fortan meiden jedoch die Einheimische Nachts diesen Ort rund um das Sühnekreuz. Die Stelle sei verflucht hieß es. Doch die Stelle war gar nicht so leicht zu meiden, mussten doch die Hüttenleute dort nach der Maloche dort vorbei.
In Form einer Tiergestalt soll ihnen immer wieder ein Geisterhaftes Wesen begegnet sein. Einmal in Form eines Rehes, eines Vogels oder eines Fuches. Die meinten mutig zu sein und diesem Wesen zu folgen wurden listig in den dunklen, dichten Wald gelockt und dort verschwand unter höhnischem Lachen das Wesen als wenn es sich in Luft aufgelöst hätte.
Der so in die Irre geführte brauchte oftmals Stunden um wieder aus dem Wald zu kommen.
Gibt es hier einen realen Hintergrund? oder ist alles nur Aberglaube und erfunden?

Eines ist klar. Jenes besagte Holzkreuz wurde in Trümmern von einem Techniker Namens Johann Jungmann während eines Spaziergangs gefunden. Es wurden Grabungen durchgeführt und dort fand man einen Sandstein mit der Jahreszahl 1813 – der Zeitpunkt aus unserer Geschichte.
1926 war er es, der die Kapelle errichten ließ mit Hilfe einiger Marienverehrern aus Beckingen um das zerstörte Holzkreuz für die arme Seele zu ersetzen.

Am Tag ist es in der Tat ein Ort des Nachdenkens und wie man an den vielen Dankestafeln sehen kann auch ein Ort der Hoffnung.

Fand die Seele nun ihre Ruhe?

Danke Frank für deine Mühe