Obwohl von geringer Größe ist der alte Friedhof in Saarlouis einer der faszinierendsten Deutschlands.
Die beeindruckenden Grabmale der dort bestatteten Personen sorgen für ein ganz eigenes Flair.
In toller Weise dokumentieren die Grabmäler des Alten Friedhofs die wechselnde Geschichte der Stadt Saarlouis. Zahlreiche
französische Grabinschriften geben noch Auskunft von den historischen Bindungen an Frankreich. Auf Grund ihrer großen
geschichtlichen Bedeutung ist die gesamte Friedhofsanlage als Baudenkmal und in die Denkmalliste eingetragen.
Hauptteil des Alten Friedhofs war sein „Historischer Teil“, der 1773 außerhalb der Festung angelegt
wurde. Im 19. Jahrhundert ist er dann noch zweimal erweitert worden: im Norden durch den „Allgemeinen Teil“, im Süden durch
den „Garnisonsfriedhof“. Auf allen drei Teilen sind für die Zeit typische Grabmäler aus verschiedenen Epochen erhalten. So bietet der Friedhof den Besuchern eine Vielfalt an Stil – Arten. Große wuchtige Sandstein-Liegeplatten wechseln mit kunstvoll gestalteten Grabmälern. Die Gruftkapelle seitlich des Haupteinganges zählt zu den wenigen Beispielen neugotischer Friedhofsarchitektur
im Saarland. Zahlreiche Grabmäler erinnern an Persönlichkeiten, aus Politik, Militär auf verschiedenen Ebenen, die Geschichte mitgeschrieben haben, unter ihnen Michel Reneauld. Ein General der Revolutionsarmee, der später erster preußischer Bürgermeister der Stadt wurde.

Auf dem „Garnisonsfriedhof„ reihen sich die schlichten Grabsteine der Mannschaften und Unteroffiziere beider Weltkriege. Deutsche,
Franzosen, Italiener und Russen sind hier nebeneinander bestattet. Am Westrand sind noch einige Grab- und Gedenksteine für deutsche und französische Offiziere des Krieges 1870/71.

Auch zwei Generäle haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden: die beiden Saarlouiser Festungskommandanten Carl Ferdinand von Langen und Edmund Wild.