Aufmerksam wurde ich auf dieses Gebiet durch eine Urban Legend, die um eine Brücke in einem Waldstück mit dem Namen Sprache kursiert.
Demnach soll auf oder um die kleine blaue Brücke herum, die bei Celle zwischen Lachendorf und Lachtehausen über den Bach Lachte führt, eine weißgekleidete, leichenblasse Frau ihr Unwesen treiben.

Allerdings existieren mehrere Variationen dieser Geschichte….
In der einen soll es sich hierbei um den Geist einer Frau handeln, deren Tochter dort von einem rücksichtslosen Autofahrer überfahren wurde. Nun erscheint ihre ruhelose Seele gegen Mitternacht auf dieser Brücke um zu schnelle Autofahrer anzuhalten, während sie den „Normalfahrern“ nur zuwinkt.
In einer anderen Version starben eine Frau und ihre beiden Kinder bei einem Unfall an dieser Stelle. Der Fahrer beging Fahrerflucht und nun will sich die Frau für ihren Tod und den ihrer Kinder rächen.
Die dritte Variante erzählt, dass die Frau und ihre Kinder eine Autopanne hatten und ein vermeintlicher Helfer sie vergewaltigte und anschließend tötete.
Und dann gibt es da noch die Erzählung, dass wenn um Mitternacht die Kirchenglocke der Stadtkirche in Celle schlägt, soll einem die weiße Frau begegnen wenn man durch die Sprache fährt. Das Auto soll automatisch langsamer werden und hält dann genau neben der weißen Frau an. Sie bietet 2 Schlüssel zur Auswahl an. Wählt man den Falschen endet man an einem Baum, beim richtigen Schlüssel geht die Fahrt normal weiter.

Vermutlich gibt es noch viele weitere Varianten dieser Geschichte die nur eines gemeinsam haben…nämlich die weiße Frau die des Nachts dort erscheint um Autofahrer in ihr Verderben zu ziehen.

Allerdings gibt es auch noch eine alte Sage zu diesem Waldstück.
Im November des Jahres 1628 ging eine Frau des Nachts durch den Wald zwischen Lachendorf und Lachtehausen nach Celle um für ihren kranken Mann Medizin von der Apotheke in Celle zu holen.
Sie verirrte sich und fand nicht mehr aus dem Wald heraus. Hilflos sank sie auf ihre Knie und begann zu beten. Sie gelobte Gott, all ihr Silberzeug der Kirche zu schenken, wenn er sie wieder aus dem Walde herausführte. Da hörte sie in der Ferne eine Glocke zur Mitternachtsstunde läuten und folgte dem Klang. Bald schon fand sie den rechten Weg wieder und sagte sich: „Da im Auftrage Gottes eine Glocke mich aus dem Walde gerettet hat, so will ich all mein Silber für eine neue Kirchenglocke leihen; diese möge die Menschen, die sich von Gott verirrt haben, wieder auf den rechten Weg führen.“
Diese Glocke wurde im Jahre 1629 gegossen und vermutlich im ersten wieder Weltkrieg wieder eingeschmolzen.

Man spricht aber auch von Naturphänomenen in Zusammenhang mit diesem Gebiet, die man durchaus für die ein Spukereignis halten könnte, obwohl es ganz natürliche Erklärungen dafür gibt.
So soll selbst im Sommer, die kleine Brücke oftmals vereist sein.
Und auch „Irrlichter“ in Form von aus dem Erdboden austretenden, und sich selbst entzündenden Gasen, soll es schon seit Jahren in dem Gebiet um Celle gegeben haben.