Die Bezeichnung Wolfsburg für das Schloss und die Stadt hat seinen Ursprung im Wappen der Familie von Bartensleben, die etwa im 13. Jahrhundert am Standort des heutigen Schlosses einen hölzernen Wohnturm errichteten. Das Wappen bestand aus einem springenden Wolf über zwei Getreidegarben.

Urkundlich erwähnt wurde die Anlage erstmals am17. Juni 1302. Aus dem hölzernen Wohnturm wurde später ein 23 Meter hoher Bergfried mit etwa 2,5 dicken Mauern, der noch im heutigen Schloss integriert ist.
Bis zur Aller-Regulierung im Jahre 1840 war die Anlage von Wasser umflossen.
Etwa ab 1437 gab es Kanonen in ihren Mauern. Dennoch trug die Wolfsburg ca. 30 Jahre später erheblichen Schaden davon, als die v. Bartenslebens sich mit dem Herzog von Lüneburg herumstritten.
Hans „der Reiche” von Bartensleben (1512-1583) war mit Getreidehandel zu Geld gekommen und begann im 16. Jahrhundert die Burg zum Renaissance-Schloss umzubauen. Die heutige Form erhielt das Schloss allerdings erst im Jahre 1620, also lange nach seinem Tod. Der alte, schmucklose Bergfried, wurde als Gefängnisturm weiter genutzt.

1746/47 starb die Familie von Bartensleben aus und das Schloss ging in den Besitz derer von der Schulenburg über. 200 Jahre lang nutzte die Familie von der Schulenburg das Schloss als repräsentativen Sitz und baute es weiter aus. So gegen 1750 legte Gebhard Werner von der Schulenburg an der Nordseite des Schlosses einen barocken Lustgarten an.


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Aber auch die Wolfsburg wäre kein richtiges Schloss ohne die dazu gehörenden Spukerscheinungen…
So soll es auch im Schloss Wolfsburg des Öfteren zu solchen Phänomenen gekommen sein.
Wie in fast jedem namhaften Schloss gibt es auch hier eine weiß verschleierte Frau die mit ihrem Erscheinen Unheil verkündet. Den Schleier soll sie getragen haben, weil sie sich das Gesicht mit Substanzen verätzt hatte, die ihr die ewige Jugend bringen sollten.
Eine andere Geschichte erzählt von dem Geist eines Jesuitenpaters, der im Nordflügel des Schlosses spuken soll. Dieser Pater soll vergeblich versucht haben, einen der protestantischen Schlossherrn vom Katholizismus zu überzeugen. Diesem Pater sagt man als besonderes Kennzeichen besonders haarige Hände nach. Auch erzählt man sich, dass sich einer der Grafen sogar vor Schreck in den Fuß geschossen haben soll, weil er einen Moment lang glaubte, den Mönch vor sich zu haben.
Und auch Hans „der Reiche” von Bartensleben soll schon sein Unwesen in dem alten Gemäuer getrieben haben.
Hans von Bartensleben rief im Jahre 1581 er eine Stiftung zugunsten Armer und Kranker ins Leben, die bis 1919 existierte.
Als nach seinem Tod einer seiner Nachfolger mit dem Stiftungsgedanken brechen und am Todestag des Patrons keine Witwen und Waisen beschenken wollte, soll es so furchtbar zu spuken begonnen haben, dass man den Brauch eiligst wieder aufnahm.