Lourdes liegt 420 m hoch im nördlichen Vorgebirge der Pyrenäen.
Bernadette Soubirous soll 1858 in der Nähe einer Grotte, Namens Massabielle, was mit alter Fels übersetzt wird, oft eine weiß gekleidete Frau gesehen haben.

Interpretiert wurde diese Erscheinung als Maria, die Mutter Gottes. Die Mutter Gottes sprach zu Bernadette und sagte ihr sie solle eine Kirche auf der Grotte errichten. Während einer weiteren Erscheinung entsprang eine Quelle in der Grotte.

Diese Kirche wurde gebaut und ist heute einer der bedeutetsten Wallfahrtsorte Weltweit. Der Quelle die während der Erscheinung entsprungen sein soll, werden bis heute Heilkräfte zugeschrieben die auch so gut wie belegt sind. Es finden sich zahlreiche Berichte über Wunderheilungen wovon 67 kirchlich anerkannt sind.
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Bernadette Soubrious wurde am 08.12.1933 heilig gesprochen. Das Wasser wurde untersucht und es wurden allerdings keine außergewöhnliche Mineralien oder ähnliches darin gefunden. Es ist, ganz einfaches Wasser in Trinkwasser Qualität. Schon seltsam.
Einige der Kirchlich anerkannten Heilungen sind:

- 2 Louis BOURIETTE: Nach einer dramatischen Explosion auf einem Auge blind…
Geboren 1804, wohnhaft in Lourdes.
Heilung im März 1858 im Alter von 54 Jahren.
Am 18. Januar 1862 durch Bischof Laurence von Tarbes als Wunder anerkannt.
Diese Heilung hat die Geschichte von Lourdes am meisten geprägt. Louis war ein Steinmetz, der in Lourdes arbeitete und lebte. 1858 litt er bereits seit zwei Jahren unter einem vollkommenen Verlust der Sehkraft seines rechten Auges nach einem Arbeitsunfall im Jahr 1839 bei einer Minenexplosion in einem Steinbruch. Er ist nicht nur irreversibel am Auge verletzt, vielmehr wurde sein Bruder Joseph – der im Augenblick der Explosion anwesend war – unter diesen schrecklichen Umständen getötet.
Der Heilungsbericht stammt von Dr. Dozous, dem Arzt und ersten „medizinischen Fachmann“ von Lourdes, der das Zeugnis von Louis aufgezeichnet hat: „Sobald Bernadette die Quelle, die so viele Kranke heilt, aus dem Boden der Grotte ausgegraben hatte, hatte ich den Wunsch, zu diesem Wasser Zuflucht zu nehmen, um mein rechtes Auge zu heilen. Als ich in Besitz dieses Wassers gekommen war, betete ich zu Unserer Lieben Frau von der Grotte und flehte demütig, dass sie mir beistehen möge, während ich mein rechtes Auge mit dem Wasser aus ihrer Quelle wasche. Ich wusch und wusch mein rechtes Auge innerhalb kurzer Zeit mehrmals, und nach diesen Waschungen konnte ich so ausgezeichnet sehen wie jetzt.“
- 22 Ester BRACHMANN: „Verlassen Sie bloß dieses Sterbeheim!“
Geboren 1881 in Paris (Frankreich).
Heilung in Lourdes am 21. August 1896 im Alter von 15 Jahren.
Am 6. Juni 1908 durch Erzbischof Léon Amette von Paris als Wunder anerkannt.
Esther führt nicht das Leben einer Jugendlichen. Mit 15 Jahren hat sie den Eindruck, dass dieses Krankenhaus von Villepinte ein wahres Sterbeheim ist. Dieser Eindruck wird sicher von dem Dutzend ihrer ebenfalls tuberkulosekranken Kameraden geteilt, die wie sie diese Wallfahrt der letzten Chance unternehmen. Es ist im August 1896. Am 21. August morgens heben die Hospitaliers von Unserer Lieben Frau vom Heil, die treuen Diener der Kranken der Nationalwallfahrt, Esther aus dem Zug und bringen sie zunächst zur Grotte und dann zu den Bädern.
Sie kommt mit der Gewissheit wieder heraus, dort geheilt worden zu sein. Die Schmerzen sind verschwunden… wie auch die Schwellung ihres Bauches. Sie kann gehen und hat Hunger. Doch eine Frage quält sie: „Warum gerade ich?“ Am Nachmittag folgt sie wie ein normaler Mensch den Wallfahrtsexerzitien. Zwei Tage später wird sie zum Medizinischen Büro gebracht, wo die Ärzte nach eingehenden Untersuchungen ihre Heilung bestätigen.
Wie zu erwarten war, waren die Ärzte nach ihrer Rückkehr nach Villepinte völlig sprachlos und verblüfft. Sie behalten Esther ein Jahr lang zur Beobachtung da! Erst 1897 sind sie bereit, ihr nach der Rückkehr von einer Dankeswallfahrt eine Bescheinigung auszustellen, in der sie zugeben, dass sie „seit ihrer Rückkehr aus Lourdes 1896 geheilt“ ist.
1908 wird sie erneut untersucht und ist völlig gesund. Diese Untersuchung dient der Prüfung durch den Erzbischof Leon Amette von Paris im Hinblick auf eine Anerkennung dieser Heilung sowie der von Clémentine Trouvé und von Marie Lesage und Marie Lemarchand, die die unfreiwilligen Heldinnen eines „Romans“ des Schriftstellers Emile Zola geworden sind!
- 64 Serge PERRIN: Er ist hergekommen, um seiner Frau einen Gefallen zu tun!
Geboren am 13. Februar 1929, wohnhaft in Lion d’Angers (Frankreich).
Heilung am 1. Mai 1970 im Alter von 41 Jahren.
Am 17. Juni 1978 durch Bischof Jean Orchampt von Angers als Wunder anerkannt.
1989 gestorben.
Im Dezember 1968 wird Serge plötzlich von einer halbseitigen Lähmung befallen.
Nach zahlreichen Untersuchungen wird eine Thrombose in der Halsschlagader diagnostiziert. Daraufhin kehrt er nach Hause zurück, wo er nur dem Fortschreiten der Lähmung zusehen kann. In seiner Verzweiflung reist er 1969 nach Lourdes. Er kommt im selben besorgniserregenden Zustand zurück: Sehstörungen; Gedächtnisausfälle, körperliche Schwäche. Er ist voller Auflehnung wegen seiner schwindenden Kräfte.
Im folgenden Jahr ist er ohne viel Hoffnung bereit, an der Wallfahrt von Angers teilzunehmen. Nach einem überaus mühseligen Anfang kommt der letzte Tag. Morgens steht die Krankensalbung auf dem Programm. Dabei spürt er ungewöhnliche Empfindungen. Am Nachmittag entdeckt er, dass er ohne seine Krücken besser gehen kann und ohne seine Brille besser sieht! Er verlässt Lourdes mit der Gewissheit, geheilt zu sein. Das wird später von den Ärzten bestätigt.
65 Delizia CIROLLI: Gebet statt Amputation
Geboren am 17. November 1964, wohnhaft in Paterno (Italien).
Heilung um Weihnachten 1976.
Am 28. Juni 1989 durch Bischof Luigi Bonmarito von Catania als Wunder anerkannt.
Delizia Cirolli ist heute Familienmutter und Krankenschwester. Diese doppelte Berufung ist als Geschenk und wider alles Erwarten in ihr Leben eingetreten. Denn im März 1976 nahm das Leben des kleinen, 11-jährigen Mädchens aus Sizilien zunächst eine dramatische Wendung. Sie kann kaum mehr gehen, weil sie große Schmerzen im Knie hat. Der Spezialist, den sie aufsucht, erklärt ihr, dass das Bein amputiert werden müsse, weil sonst der Tumor, von dem sie befallen ist, ihren Tod herbeiführen könnte. Die Eltern lehnen diese Amputation ab und alle, die die kleine Delizia kennen, beginnen für ihre Heilung zu beten. Sie sammeln auch Geld, damit sie eine Wallfahrt zu Unserer Lieben Frau von Lourdes unternehmen kann, die von den Sizilianern besonders verehrt wird. Im Sommer 1976 kann Delizia mit ihrer Mutter nach Lourdes fahren. Sie kommt erschöpft ohne wirkliche Veränderung zurück. Kurz vor Weihnachten 1976 hat sich ihr Zustand verschlimmert und ihre Umgebung fühlt den Tod nahen. Da tritt die Heilung vollkommen unvorhergesehen ein. Sehr schnell lebt das junge Mädchen wieder auf, isst, geht umher und kehrt in die Schule zurück. Heute heißt sie Frau Costa und ist Mutter von drei Kindern.
- 67 Anna Santaniello: Nach über 50 Jahren anerkannt
Geboren 1912, wohnhaft in Salerno (Italien)
Geheilt am 19.8.1952.
Am 9.11.2005 durch Erzbischof Pierro von Salerno als Wunder anerkannt.
Anna Santaniello, die bei einer Wallfahrt nach Lourdes im August 1952 geheilt wurde, ist heute 94 Jahre alt. Wegen eines schweren Herzleidens aufgrund eines starken Gelenkrheumatismus litt sie an Erschöpfung und einem Beinödem. Da sie kaum gehen konnte, wurde sie am 19. August 1952 auf einer Tragbahre zu den Bädern von Lourdes gebracht, die sie nach dem Bad aus eigener Kraft wieder verließ. Am nächsten Tag stellten die anwesenden Ärzte das Verschwinden der Symptome des Herzleidens und die spontane Heilung der Kranken fest.
Trotz der positiven Ergebnisse des CMIL hatte die Krankenakte die kanonische Kommission der Diözese Salerno wegen unterschiedlicher Diagnosen italienischer Ärzte, die die Kranke betreuten, ein Jahrzehnt nach dem Ereignis noch nicht überzeugt. Die Heilung erfüllte aber die geltenden Kriterien für die Anerkennung als Wunder, weil es für diese bekannte organische Erkrankung keine Behandlung gab, die die spontane Wiederherstellung der Gesundheit ohne Genesungszeit hätte erklären können.
Anna Santaniello sagte später, dass sie in Lourdes an der Grotte nicht für sich selbst gebetet hatte, sondern für Nicolino, einen Zwanzigjährigen, der nach einem Unfall seine Beine nicht mehr bewegen konnte. Sie blieb ehelos und pflegte nach ihrer Rückkehr nach Italien als Kinderschwester Hunderte von Kindern in Not.
Weitere anerkannte Heilungen und Informationen www.lourdes-france.org
Was soll man nun davon halten? Der Glaube versetzt Berge? Selbstheilungskräfte die tief in uns schlummern? Oder doch eine Übergeordnete Macht? Wie so oft, es bleiben Fragen offen….