Dieser Beitrag stammt von Marisa

Vor einigen Jahren las ich in der örtlichen Presse einen Bericht über eine verschwundene Stadt
namens Blumenthal oder Blumendal, in einem Waldstück nahe Strausberg, das man auch die Stadtstelle nennt.Der Sage nach soll im Jahre 1348 die Pest zahlreiche Bewohner hinweg gerafft haben. 1398 kamen erst die Pommern, dann 1430 die Hussiten mit Mord und Totschlag. Von dem Städtchen blieben wohl nur ein paar Steine übrig, die von den umliegenden Dörfern nach und nach für ihre Bauten abgetragen wurden. Seitdem erzählt man sich, dass mancher Wanderer oder Pilzsammler Opfer plötzlicher Visionen werde. So höre und sehe man das bunte Treiben auf einem mittelalterlichen Marktplatz, das Läuten von Kirchenglocken und im Winter sogar seltsame Spuren im Schnee. Mich faszinierte so sehr, dass ich mit meiner Familie einen Ausflug in den besagten Wald machte, ohne ihnen etwas von dem angeblichen Spuk zu erzählen. Ich wollte nicht dass sie voreingenommen auf jedes Geräusch hörten, oder gar versuchten mich in die Irre zu führen. Als wir also durch diesen Wald stromerten, sagte mein Sohn (damals ca. 10 Jahre alt): „ Das ist ja komisch! Hier zwitschern gar keine Vögel!“ Auch mir war vorher schon aufgefallen, dass etwas nicht stimmte, ich kam aber nicht drauf was. Etwa zwei Minuten später hörten wir alle ein ziemlich lautes metallisches Klonk, das sich am ehesten mit dem Geräusch eines Schmiedehammers auf einen Amboss vergleichen lässt. Als dieses Geräusch ertönte, waren wir alle drei etwa 3-4 Meter von einander entfernt und jeder trottete so für sich durch das dichte Laub am Boden. Bei diesem Klonk schauten wir alle in die Richtung aus der das Geräusch kam und ich kann mich nicht ganz genau daran erinnern, dass ich dachte: „ Das muss da hinter dem Zaun gewesen sein!“ Nur….da war kein Zaun! Ich hatte aber irgendwie das Gefühl, dass dort ein Zaun sein müsste. Und zwar so einer der aus solchen Strohmatten gefertigt wurde. Ich weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll. Hoffentlich könnt ihr euch trotzdem vorstellen, was ich meine! Nun gut, wir sahen alle nur Wald und sonst nichts, setzten unsern Spaziergang fort und vergaßen dieses Geräusch schnell wieder. Einige Tage später unterhielt ich mich mit meinem Sohn noch mal über unseren Ausflug und die fehlenden Vögel, als er zu meiner Überraschung sagte: „ Da hinter dem Zaun muss aber einer auf Eisen gehauen haben!“ Einen kurzen Moment lang war ich verblüfft, dann antwortete ich: „ Da war aber kein Zaun!“ „ Selbstverständlich war da ein Zaun! So einer aus Stroh!“ Ich sagte: „ Nein, da war keiner! Wir können gerne noch mal hinfahren und uns davon überzeugen!“ Das machten wir dann auch. Allerdings erst ein paar Monate später. Es war Winter und mein Mann hatte sich einen neuen Kompass gekauft, den er nun in der Jackentasche spazieren führte. Als erstes überzeugten wir uns, dass dort tatsächlich kein Zaun war. Und während mein Sohn mir noch erklärte, dass er schwören könnte dort einen Strohmattenzaun gesehen zu haben, fluchte mein Mann laut auf. Er stand etwa einen Meter von uns entfernt, den neuen Kompass in der Hand den er fleißig schüttelte. Auf die Frage was er da mache, antwortete er: „ Das Ding geht nicht! Die Nadel hat sich verhakt!“ Jetzt versuchten natürlich auch mein Sohn und ich durch Schütteln und Klopfen an einem Baumstamm die Kompassnadel aus ihrer Erstarrung zu lösen. Ohne Erfolg! Mein Mann fand sich damit ab, dass der neue Kompass schon wieder kaputt ist und wir setzten unseren Spaziergang ohne Zwischenfälle fort. Später am Abend bei uns in der Wohnung sah ich den Kompass auf der Kommode liegen und wollte nochmals versuchen ihn in Gang zu bringen. Ich stellte aber fest, dass er ordnungsgemäß funktionierte und fragte meinen Mann, wie er das jetzt geschafft hätte. Die Antwort war: „ Ich hab ihn nur aus der Tasche genommen und da ging er wieder!” In der Nähe soll sich noch ein See befinden, dem man auch “Eigenartiges” nachsagt! Angeblich soll an sonnigen Tagen ein gelber Koffer an der Oberfläche des Sees schwimmen und liebliche Musik soll erklingen. Doch jeder der versucht, den Koffer zu greifen soll dies mit dem Tod bezahlen!

Einige Monate später war ich selbst noch mal an der Stadtstelle. Mit Digicam, Kompass (der in den letzten 2 Jahren einwandfrei funktionierte), einem Fotohandy und meinem Sohn. Was uns wieder als allererstes beim Betreten des Waldes auffiel war das Fehlen jeglichen Vogelgesangs. Und genau deshalb fühlten uns etwas beklommen und ich fotografierte einfach mal so blind vom Weg aus in den Wald hinein. Aber bis auf einem „Orb“ ist nichts Ungewöhnliches auf den Bildern zu erkennen.

Nach dem 5. Bild tat’s dann meine Kamera nicht mehr. Die Batterien waren komplett leer. Ich gebe zu, in diesem Moment dachte ich an die Geschichte mit dem Kompass bei unseren letzten Besuch in diesem Wald. Also fragte ich meinen Sohn was der Kompass macht und er sagte: „Funktioniert tadellos!“ Der Weg auf dem wir standen war vor langer Zeit mit Feldsteinen gepflastert worden. Dieses Pflaster folgt nicht dem Waldweg, sondern verschwindet im Wald. Also schlugen wir uns durch die Büsche und quer durch. Ich weiß nicht ob es jemand nachvollziehen kann, aber wenn in einem Wald wo es eigentlich hoch her gehen sollte in punkto Vogelgezwitscher kein Laut zu hören ist, dann lauscht man automatisch auf jedes Geräusch. Das erste was wir hörten, und wir blieben sofort stehen um es orten zu können, war ein hölzernes hohles Poltern, das irgendwie rhythmisch klang. Ich dachte erst an einen Specht, verwarf diesen Gedanken aber schnell wieder. Dazu war dieses Poltern zu dumpf und auch der Rhythmus stimmte nicht. Es schien von direkt vor uns zu kommen (in etwa 20-30 Metern Entfernung). Wir machten ein paar Schritte in diese Richtung und lauschten dann wieder. (Ich muss dazu sagen, das trockene Laub und die kleinen Zweige unter unseren Füssen machten in der Stille ziemlich viel Lärm und deshalb mussten wir immer mal wieder stehen bleiben um dieses Poltern zu hören.

Nun war dieses Geräusch zwar immer noch in der gleichen Entfernung, aber jetzt rechts von uns zu hören. Wir schlichen uns etwa einen Meter in diese Richtung, dann war es hinter uns und schien immer leiser zu werden bevor es dann verstummte. Was es war? Keine Ahnung! Es kam auf jeden Fall nicht von der Strasse, denn die war 1. viel zu weit weg um ein Rumpeln in dieser Lautstärke an diesem Ort zu hören, und 2. hörten wir von Zeit zu Zeit ein Auto dort vorbeifahren, und das kam aus einer ganz anderen Richtung. Wir kämpften uns weiter durch den Wald, immer unterbrochen durch Lauschpausen, die von merkwürdigen Geräuschen (wie z.B. ein metallisches Klirren, als wenn etwas in unmittelbarer Nähe etwas auf den Boden fiel, oder einmal auch etwas das wie ein menschliches Stöhnen klang) ausgelöst wurden. Wir schoben dieses aber auf Wildschweine oder ähnliches Getier und natürlich auch auf unsere angespannten Nerven. Nach dem Motto: Wer was hören will, hört auch was! Plötzlich sagte mein Sohn: „Hast Du das gehört?“ Ich sagte: „Nein, was denn?“ Er dann wieder: „Da! Da ist es wieder!“ Und da hörte ich es auch!

Mein Sohn machte dann mit seinem Handy eine Aufnahme, und drehte sich dabei einmal komplett im Kreis, damit man wirklich die ganze Umgebung im Blick hat. Es war Windstill und somit schließe ich aus das es von den Bäumen kommen könnte. Das war aber ein Moment wo es mir eiskalt den Rücken runterlief! Wir setzten unsere Wanderung fort und ich fragte meinen Sohn zwischendurch immer mal wieder nach dem Kompass. Der funktionierte tadellos!

Dort wo damals der Marktplatz der der Stadt Blumenthal gewesen sein soll, ist heute ein Feld. Unter einer alten Eiche befindet sich ein ungewöhnlich geformter flacher Findling, der Markstein oder Markstein genannt wird. Es heißt, dieser Stein wäre Opferstein eines “Heiligen Hains der Semnonen” gewesen.

Der See
Wir überquerten dann irgendwann die besagte Strasse um uns auf die Suche nach dem See mit dem geheimnisvollen Koffer zu machen. Ich hatte bei Google Earth gesehen, dass dieser See etwas Nordöstlich von uns sein müsste, und fragte wieder einmal meinen Sohn: „Was sagt der Kompass?“ Überraschende Antwort: „Der rührt sich nicht!“ Die Nadel bewegte sich mal wieder kein Stück. Alles Klopfen und Schütteln brachte nichts. Also sind wir auf gut Glück weiter gezogen. Nach gut 50 Metern spielte auch der Kompass wieder mit. Vielleicht befindet sich dort ein magnetisches Feld? Sollte mal jemand nachmessen, der Ahnung davon hat! Wir fanden den See, aber natürlich nicht den sagenumwobene Koffer. Mein Sohn machte noch Fotos mit dem Handy und auch in diesem Waldstück war das Fehlen jeglicher Vögel auffällig. Nicht mal Enten oder Schwäne waren auf dem recht idyllischen See. Nach Sichtung unserer Bilder fiel uns sofort ein Licht auf das beim Fotografieren nicht da war. Von Zeit zu Zeit ertönten auch komische Geräusche und wir hatten ständig so ein komisches Gefühl….Ich weiß nicht was in diesem Waldstück los ist, wir fühlten uns auch nicht bedroht oder so was, aber es herrscht dort eine ganz eigenartige Atmosphäre.

Der Spuk, er ließ mich nicht mehr los. Also kontaktierte ich Prof. Walter von Lucadou in der Parapsychologischen Beratungsstelle in Freiburg. Herr Lucadou war so nett mir zu erklären das es sich hierbei in der Tat um Phänomene handelt die es noch zu ergründen gilt. Leider sind die Untersuchungen für solche Phänomene sehr aufwendig und wir mir Herr Lucadou sagte auch sehr kostspielig, da mehrere Messungen vorgenommen werden müssen.

Deshalb bleibt leider nur die Spekulation ob dort nun Restenergien einer vergangenen Epoche? Naturphänomene? Oder gar Geister? dort am Werke sind.
Wer weiß das schon…………

Vielen Dank für diesen Beitrag, Marisa