Paranormal-Saar versucht Phänomene, Theorien aus Erzählungen, Berichten, Sagen, Legenden und/oder Augenzeugenberichten zu hinterfragen, ihnen nach zu gehen, sie zu erleben und zu dokumentieren.

Randdaten:
Ort: Sudelfels in Ihn
Datum: 23./24.05.2010
Start: 22:30 Uhr
Researcher: Isabelle, Sven, Frank
Gäste: Iris, Marc

Der Sudelfels ist aus Geriesel von Kalkwasser entstanden und ein riesiger Block aus Tuff. Gerade solch mystische Orte, wo Quellen sprudelten, Höhlen oder mächtige Bäume standen, waren für die Kelten Orte, ihre kultischen Handlungen zu verrichten und Göttern zu opfern.
Erzählungen und Berichten zu folge treten an solchen Orten Phänomene auf. Aus diesem Grund, machten wir uns auf den Weg um zu versuchen diese Phänomene zu erleben und im besten Fall zu dokumentieren.
Die Kulturen von Kelten und Römern verschmolzen bald, nachdem die Legionen Roms das Land an der Saar besetzt hatten. Die keltische Lebensart und die importierte römische Zivilisation wurden rasch zur gallo-römischen Kultur, das Quellheiligtum Sudelfels bewahrt diese Begegnung zweier Kulturen. Über 700 gefundene römische Münzen, die älteste aus der Ära Kaiser Augustus (31 v. – 14 n. Chr.), die jüngste von Valentinaian (um 390 n. Chr) geben Aufschlüsse über die Benutzungsdauer der Anlage.
In der Nähe eines Sechseckbrunnens wurde eine Statue der Quell -und Muttergöttin Sirona gefunden. Daneben belegen Grabungsfunde, dass in diesem Tempelbezirk auch die Gottheiten Apollo (Patron der Hirten und Medizin), Merkur (Beschützer der Händler), Rosmerta(Hüterin des Wohlstandes), Minerva und Silvanus verehrt wurden. Auf diesen Sechseckbrunnen legten wir diesen Abend unser Hauptaugenmerk. Orte der Gebete und Verehrungen gelten als besondere Orte für unser Vorhaben, zumindest wie man im WWW lesen kann und in unserer Umgebung zu hören bekommt.

Wir kamen um 22:15 Uhr auf dem unteren Parkplatz an. Mit dabei waren 2 Gäste die sich für die Sache interessieren. An der Stelle ein Dank an Marc und Iris, mit denen man gut zusammen arbeiten konnte. Beim Griff nach dem Equipment wurde schon klar dass wir einen Transportwagen brauchen, sollten wir weiter dem technikgott huldigen wollen. Natürlich machten wir uns vor der Untersuchung Gedanken was man braucht und was Sinnvoll wäre, doch alleine dieses Equipment summierte sich und man hätte noch gut eine Hand mehr gebrauchen können.
Der Weg nach oben war nicht sehr lange und auch nicht sehr beschwerlich wie wir das z.B von der Burg Montclair kannten. Also waren wir auch schnell oben.
Ca. um 22:25 Uhr legten wir erst einmal das ganze Zeug ab und schauten uns etwas um. Dabei sahen wir leider wieder dass es von Bier und Weinflaschen an diesem Historischen Ort nur so wimmelte. Wir waren auch mal jung und hatten als Ausrede dass ja kein Mülleimer da stehen würde. Heutzutage steht zwar ein bzw. sogar 3 Mülleimer auf dem Gelände aber anscheinend bedarf es der Jugend nun noch jemand der es ihnen hinein wirft.
Um 22:35 Uhr stellten wir die Stative, Kameras auf.

22:40 Uhr, wir gingen das Gelände ab um Ungebetene Gäste und Störfaktoren ausfindig zu machen.
22:50 Uhr, nun ging’s dann los.
Dokumentiert wurde über die ganze Zeit, Luftfeuchte, Temperatur mittels eines Datenloggers. Ein technisches Gerät was doch sehr nützlich ist.
Hier mal ein kurzes Protokoll und wie das Grafisch aussieht:

23:00 Uhr stellten wir zusätzlich noch einen Movetest auf, der Theorie wegen, das an solchen Orten „Kräfte“ wirken sollen und ob diese im Stande seien das auf dem Movetest für uns sichtbar zu machen. Der Movetest wurde alle 20 Min. abfotografiert um Veränderungen zu sehen.

Es sei noch mal gesagt das es sich um Theorien und Augenzeugenberichten handelt denen wir nachgehen und versuchen Indizien dafür zu finden und nicht jede Methodik der wir uns bedienen geschieht aus unserer Überzeugung heraus.
23:35 Uhr begannen wir mit einer passiven EVP. D.h der Recorder in diesem Fall der Zoom H2 wurde angeschaltet ohne das Fragen gestellt wurden und natürliche Geräusche wie z.B vorbeifahrende Autos, Hundegebell etc. in ein Protokoll eingetragen, um bei der Auswertung eventuelle natürliche Geräusche zu identifizieren.
Die passive EVP beendeten wir um 23:50 Uhr.
Nach einer Pause begannen wir um 00:00 Uhr am 24.05.2010 eine aktive EVP Session. D.h, es wurden Fragen gestellt mit der Hoffnung später eine Antwort zu erhalten. Eine Charakteristik der EVP (Electronic Voice Phenomena) ist es eben das diese „Stimmen“, „Geräusche“ erst beim späteren Abhören, hörbar sind.
Auch hier wurde während der Session hörbare Geräusche in einem Protokoll aufgeschrieben und festgehalten.
Auch erhielt jeder Teilnehmer einen Grundriss des Ortes um eventuelle Erlebnisse zu protokollieren und die Stelle einzuzeichnen.

Die aktive Session beendeten wir um 00:10 Uhr.
Um 00:15 Uhr zogen wir mit unserer Basis um und legten unser Augenmerk auf die „Villa Rustica“ die einst ein Gutshof gewesen sein soll. Vor der Villa sind 2 Gräber die belegen dass dieses Gelände zur fränkischen Zeit als Bestattungsstelle genutzt wurde.
Hier ging es los mit Foto-Session, Video.
Hier sehen wir zwei Bilder das entsteht wenn man ohne Blitzlicht arbeitet, die Verschlusszeit zu hoch ist und ohne Stativ natürlich eine Bewegungsunschärfe verursacht. :

Gegen 00:30 Uhr haute es Sven auf der abgetretenen Treppe hin. Zum Glück ist nichts passiert und Sven blieb weitestgehend heil. Was uns vorher schon bewusst war, zeigte sich nun als Gewissheit: Ninja-Ghosthunter leben gefährlich. Unser Motto: Safety First! Knochenbrüche oder noch schlimmeres ist die Sache nicht wert.
00:40 Uhr ging ich noch mit dem Recorder das Gelände der Villa und Umgebung ab.
01:00 Uhr war ich damit fertig und wir begaben uns in eine darunter liegende Höhle die wie unser Gast Iris meinte, durchaus ein Lebensmittellager gewesen sein könnte.
Gegen 01:30 Uhr hatten wir genug und traten den Rückweg an.

Die Auswertung
2 Audioaufnahmen haben wir ergattert die allerdings zu fragwürdig sind, so dass wir sie nicht veröffentlichen werden.

Fazit
Es war eine sehr schöne Untersuchung und alles lief recht reibungslos ab. Indizien für einen so genannten Kraftort, konnten wir dieses mal nicht finden. Dieses Mal…weil, wir der Meinung sind das Orte im Allgemeinen öfter Untersucht werden müssen und wir uns etwas von dieser „Spukorte Hopserei“ distanzieren möchten. Schnell wurde klar das je nach Ort 2-3 Orte pro Saison mit Recherche und allem drum herum schon genug arbeit machen.
Ich hoffe unser Bericht war informativ und hat euch gefallen.
Gruß Frank
Paranormal-Saar