Am 12.04.08 haben wir die kurze klimatische Gunst genutzt und haben eine Untersuchung auf der Burgruine Reussenstein durchgeführt. Dieser Tag war in den letzten Wochen der einzigste an dem das Wetter wenigstens einigermaßen mitspielte und somit die Outdoorsaison eröffnete.

Zum Einsatz kam diesmal ein Großteil unserer Outdoorausrüstung. Premiere feierte unsere Infrarot-Fotofalle und unsere Lichtschranken die Ihren Dienst tadellos erfüllte.
Gegen 21 Uhr kamen wir auf dem Parkplatz nahe der Ruine an und begannen damit unsere Equipment zum Untersuchungsort zu schleppen. Über einen gut begehbaren Feldweg ist die Ruine in ein paar Minuten gut zu erreichen. Weit und breit waren keine anderen Leute zu sehen und so genossen wir zunächst ein wenig den grandiosen Ausblick von der Ruine über die umliegenden Städte und Dörfer.

Zwei Standorte wählten wir für unsere PU aus – zum einen den “Gewölberaum” und zum anderen das “Innere” der Ruine das von den Außenwänden gut eingefasst ist. Die Ruine suchten wir uns aus mehreren Gründen für diese PU aus. Einerseits birgt die Geschichte dieser Burg viele interessanten Details und zum anderen verfügt sie über Räume bzw. einigermaßen windgeschützte Lokalitäten. Die Burg war zeitweise Gefängnis und Kerker für Frauen und Männer die sich des “hexens” “schuldig” gemacht hatten und dort auf ihre Hinrichtung warteten. Auch war und ist die Burgruine bis in unsere Zeit, beliebte Örtlichkeit für Lebensmüde.

Als erstes nahmen wir uns den “Gewölberaum” vor. Wir haben das Equipment zum größten Teil bereits vor der PU vorbereitet und die nötigen Einstellungen vorgenommen. Den direkten Sichtbereich des Camcorders “zäunten” wir mit unseren Lichtschranken ein um diesen Bereich so gut es geht abzuriegeln. Die Wände des Raumes waren sehr feucht und es sammelte sich schon auf dem Boden das Wasser in kleinen Lachen an. Somit mussten wir mit unserem Equipment besonders vorsichtig agieren um keinen Wasserschaden zu erleiden.
Ein EMF-Meter und ein Temperatur und Luftfeuchtedatenlogger lagen ebenfalls im überwachten Bereich vor der Kamera. In Abständen von 10 Sekunden nahm dieser Datenlogger jeweils die Messwerte auf und liefert und somit ein gutes Bild der Umweltbedingungen.

Die gesamte Burganlage erstreckt sich auf mehreren Ebenen. Wir fingen erstmal mit dem Gewölberaum an der sich auf der untersten Ebene befindet. In einigen Metern vom Gewölberaum entfernt befindet sich noch ein Raum der wohl in der Neuzeit gebaut bzw. rekonstruiert wurde. In diesem Raum hielt wir uns auf nachdem wir den Gewölberaum mit unseren Geräten bestückt hatten. Mittlerweile war es ca. 7 Grad Celsius in dem Gewölberaum und außerhalb ca 6 Grad Celsius. ( Zu beginn der PU hatten wir noch ca 13 – 14 Grad )

Während der ersten Stunde der Untersuchung machten wir auch eine Begehung der oberen Ebenen während unser Equipment im Gewölberaum alleine gelaufen ist. Zwischendurch kamen wir zurück und machten mehrere EVP-Aufnahmen.
Nach ca. 2 Stunden im Gewölberaum packten wir das Material zusammen und begaben uns mit Sack und Pack zu den höheren Ebenen der Burgruine. Über mehrere Treppen gelangt man ins Innere der Ruine. Das Innere der Ruine wird eingeschlossen von den hohen dreistöckigen Außenwänden die immer noch stehen. Die Mauern bilden so einen guten Schutz vor starkem Wind.

Wir stellten unsere Fotofalle und unseren Camcorder mit Blickrichtung auf eine Nische in der Mauer. In diese Nische legten wir unseren Temperatur und Luftfeuchtedatenlogger, den EMF Checker und natürlich noch ein Diktiergerät. Nachdem wir aufgebaut hatten machten wir als erstes noch eine EVP Aufnahme vor der Kamera und begaben uns dann wieder auf eine niedrigere Ebene der Anlage um die Geräte nicht zu beeinflussen.

An einem Mauervorsprung warteten wir so einige Minuten ab und genossen die Aussicht auf die umliegende Dörfer und Städte. Nachdem wir wieder in Innere der Ruine zurückgekehrt sind machten wir erneut eine EVP-Aufnahme und packten dann langsam unsere Sachen und verließen den Ort.

Mit freundlicher Genehmigung von:
(c) Paranormal-Sued
Genehmigungsnr. Spu0001