Die romanische Kirchenruine Nordhusen liegt in Sachsen-Anhalt in der
Nähe des Ortes Hundisburg (OT von Haldensleben).

1213 belagerte Kaiser Otto IV. die benachbarte Hunoldesburg.
Im Kampf verlor er 60 seiner Ritter. Die Belagerung wurde abgebrochen.

Aus Wut zerstörte er den Nachbarort Nordhusen, deren Bewohner sich auf der Burg in Sicherheit gebracht hatten. Nur die Kirche und 1 Haus blieb verschont. In diesem wohnte eine junge, hübsche Frau. Sie wollte nicht mit auf die Burg flüchten als der Kaiser anrückte. Sie nagelte ein schwarzes Holzkreuz an ihren Hauseingang, nachdem der Kaiser abgezogen war, sahen die Nordhusener, dass ihr Hab und Gut zerstört war. Nur das Haus der jungen Frau blieb verschont. Sie glaubten, sie sei mit dem Feind im Bunde und mieden sie und den Ort. Bauten neue Häuser im Schutz der Burg in Hundisburg. Die Frau wurde noch Jahre lang in Nordhusen gesehen und war plötzlich verschwunden. Kurze Zeit später sah man sie als Erscheinung im weißen Kleid mit Schlüsselbund am Gürtel. Man sagt, damit kann sie das Schloß aufschließen. Soweit die Sage. Doch noch heute ranken sich Gerüchte und auch nachweisliche Phänomen um diese Burgruine. Herr Günther, von Berufswegen Polizist ließ diese Sage und die Phänomen nicht mehr los. Er legte sich über 10 Monate auf die Lauer und schoss unfassbare Fotos. Es ging gar soweit das er eine Film – DVD anfertigen ließ die er vertreibt.

Hier noch ein paar Original Aufnahmen von Herrn Günther

In etwa 350 Km Entfernung steht zwar eine Windkraftanlage doch diese würde ich persönlich als Ursache für diese Phänomene ausschließen. Dr. Walter von Lucadou sichtete sogar einige der Bilder. Auf machen nimmt er an das es sich um Spiegelungen handelt, er konnte es aber nicht mit bestimmtheit und auch nicht für alle Bilder sagen. Die Ruine Nordhusen ist mittlerweile so bekannt das sich gar Ghosthunter dieser Ruine annehmen. Im Jahre 2008 untersuchten die Ghostwatchers die Ruine. Fast sicher das es sich dabei um Natürliche Ursachen handelt ging es los. Hier der Paranormale Untersuchungsbericht der Gruppe Paranormal Nord:
Tag 1: 1. Mai 2008
Vorabbegehung
Am Nachmittag des ersten Tages begingen wird die ersten Orte, die wir uns als PU-würdig ausgesucht hatten. Natürlich besichtigten wir zunächst die Kirchenruine Nordhusen und anschließend auch den Galgenberg, der in Sichtweite und Gehweite (einmal über den Acker) von der Ruine lag.

Die Ruine liegt an der Niederung der Beber, die dicht an der Ruine vorbeifließt. In Sichtweite befindet sich noch ein Teich (Der Mühlenteich?).

20 bis 30 Meter östlich der Ruine geht es steil eine Schlucht hinab in den alten Steinbruch, der mittlerweile mit Wasser geflutet ist, und als Angelgewässer dient. Dies stellt eine in der Dunkelheit nicht zu unterschätzende Gefahr dar, so daß wir vor der PU die Schlucht deutlich mit Knicklichtern markieren würden.

In Sichtweite der Ruine Richtung Süden konnten wir einen Windpark sehen, der sich über den gesamten Horizont erstreckte.

Ruine sowie der Galgenberg sind von einer Feuchtwiese umgeben, auf der uns auch der ein oder andere Frosch begegnete. Feuchtwiesengebiete sind allerdings die typische Landschaft der Börde.

Der Galgenberg ist eine Ansammlung steinzeitlicher Hügelgräber, auf der im Mittelalter ein Galgen errichtet wurde.

Zu den steinzeitlichen Gräbern sind noch in römischer Zeit Gräber hinzugekommen, und auch die Hingerichteten im Mittelalter sind dort noch bestattet worden.

Für den Abend beschlossen wir, uns in zwei Teams aufzuteilen, die die Ruine und den Galgenberg gleichzeitig untersuchen würden, in der Nacht würden dann die Teams als Kontrollgruppen die Locations wechseln.

PU Spukruine Nordhusen
1. Team
Investigatoren: Olga, Knut, Andreas, Marcus
Beginn der PU: 21:00 Uhr
Temperatur: 15.0 Grad
Luftfeuchtigkeit: 73%

Wie geplant markierten wir zunächst das Steilufer zum Steinbruch mit Knicklichtern. Da Himmelfahrt war und die Nacht zunächst noch laue Temperaturen hatte, mußten wir mit Ausflüglern leben, die am anderen Ende des Sees ein Grillfest feierten. Sonst waren wir an der Ruine jedoch ungestört, bis auf Vogelgesang durch Schilfrohrsänger und Nachtigallen, sowie das ständige Quaken der Frösche. Auch Fledermäuse konnten wir entdecken und auch auf Video bannen.
Wie erwartet, blinken am Horizont die roten Warnlichter an den Windrädern des Windparks. Auch vom Bach, vom Mühlenteich und vom Steinbruchsee stieg leichter Nebel auf. Auch auf dem Gras bildete sich starker Tau, der bald unsere Schuhe durchnäßte. Auch waren sehr viele Insekten „unterwegs“.
Wir stellten eine Videokamera mit Weitwinkelobjektiv und Infrarotscheinwerfer so auf, daß sie das Gelände komplett im Blickfeld hatte. So hatten wir eine Kontrollkamera zur Überwachung der PU.
Eine Kamera mit Nachtaufnahme ohne Infrarot-Unterstützung ähnlich dem Modell wie es Herr Günther einsetzt, stellten wir an der Südseite der Ruine mit Blick auf den Wachholderbusch und somit der Windkraftanlage auf. Eine weitere Nightshotkamera wurde auf die Ruine ausgerichtet, die letzte sollte später als mobile Kamera für Tests dienen.
Nun begannen wir, mit allen möglichen Kameras Fotos zu schiessen. Zunächst hatten wir keinen Erfolg, aber nach und nach hatte jeder den Dreh raus, und aufgrund der immer höheren Luftfeuchtigkeit durch die sinkende Temperatur konnten wir wunderschöne Orb-Fotos schiessen und die Phänomene, die Herrn Günther Kopfzerbrechen bereiten, auf Foto und Video bannen.
Je nach Blickrichtung, eingesetzter Kamera, Blitzlicht und natürlicher Umgebung variieren die Orbs in Farbe und Größe. Durch die starke Feuchtigkeit wirkt das Gras auf den Fotos fast gefroren oder mit Schnee bedeckt. Die Ruine ist stark mit Moos und Flechte bewachsen, so daß je nach Farbe Blitzlicht oder Infrarotlicht stark reflektiert wird. Auch durch die Windkraftanlagen konnten wir die orangen und roten Orbs am Wachholderbusch einfangen.
Mit steigender Luftfeuchtigkeit stellen wir auch fest, daß bei den anderen Investigatoren ein ganzes Feuerwerk an Orbs zu sehen war, wenn diese ein Foto schossen. Wir haben diesen Effekt auf Video einfangen können.
Auch die Fledermaus flog ein paarmal durch die Blickfelder der Kameras, was die typischen verwischten Nebel auf den Videos von Herrn Günther erzeugte.
Auch Nebelfotos konnten wir ablichten, die durch Blitzlichtreflektionen auf Atemluft hervorgerufen werden. So entstehen zum einen geisterhafte Gestalten, obwohl die Atemluft mit bloßem Auge nicht sichtbar ist.
Ende der PU: 22:30 Uhr
Temperatur: 10.0 Grad
Luftfeuchtigkeit: 83%

2. Team
Investigatoren: Silke, Jörg, Markus, Max
Beginn der PU: 23:00 Uhr
Temperatur: 10.0 Grad
Luftfeuchtigkeit: 83%

Direkt in der Ruine stellte Jörg seine Infrarot-Fotofalle auf und den Camcorder daneben. Die beiden Tore zum “Inneren” der Ruine überwachte er mit zwei Infrarotlichtschranken, so daß ein Betreten des Bereichs Alarm auslösen würde. Gegenüber des Camcorder legte er einen EMF Checker auf den Boden so wie einen Bewegungsmelder. In die kleine “Nische” in der gegenüberliegende Mauer der Ruine legte er ein Diktiergerät und ein Temperatur- und Luftfeuchtelogger.
Vor der Wand, die er gefilmt hatte, war außerdem noch ein LED-Lichtstrahler aufgebaut, der ihm für die Aufnahmen Licht lieferte.
Auch hier war hohe Luftfeuchtigkeit und die Plastikverpackung der Fotofalle war total mit Wassertröpfchen bedeckt. Vögel sangen sehr sehr laut während unseren gesamten Aufenthaltes an der Ruine.
Der Himmel war gegen später wolkenlos und wir beobachteten Fledermäuse und einige Sternschnuppen am klaren Himmel. Max hatte seine Kamera hinter der Ruine postiert. In der Ruine hatten wir ca 10 Grad gemessen. Die Untersuchung verlief sehr ruhig und wir machten noch ein paar EVP-Versuche in und um die Ruine.

Ende der PU: 00:00 Uhr
Temperatur: 10.0 Grad
Luftfeuchtigkeit: 83%

Ende des PU Berichtes

Nach Abschluss dieser PU sieht man bei den Ghostwatchern und Paranormal Nord keinen Grund für eine weitere PU. Doch………

Was bleibt nun? Geister? zu hohe Luftfeuchtigkeit? Elektromagnetische Felder? Naturphänomene? Herr Günther gar selbst der Auslöser dieser Phänomene?