Im Jahr 2007 sind wir erstmalig in den Hürtgenwald aufgebrochen, um dort eine Untersuchung durchzuführen. Auf Grund des geschichtlichen Hintergrundes schien uns diese Gegend heute wie auch schon damals sehr interessant zu sein.

Fasziniert von den Ergebnissen und den persönlichen Erlebnissen während der ersten Untersuchung im Hürtgenwald, entschlossen wir uns schon bald dazu eine zweite Untersuchung anzustreben. Also machte ich mich auch die Suche nach weiteren Locations im Hürtgenwald die es zu untersuchen lohnen könnte.

Zur Auswahl standen folgende Örtlichkeiten:

1.) Soldatenfriedhof Vossenack
2.) Soldatenfriedhof Merode
3.) Kallbrücke
4.) Bunkergruppe im “Buhlert”
5.) Klosterruine Schwarzenbroich

Da wir während der ersten Untersuchung im Jahr 2007 zum Teil Probleme hatten die Örtlichkeiten zu finden, wollten wir diesmal auf Nummer sicher gehen und haben uns entschlossen ein Vorauskommando zu entsenden, dass einen Tag lang Zeit hat um die entsprechenden Örtlichkeiten zu finden und die Vorabbegehung durchzuführen.

Das Gelände wurde sondiert, um nach eventuellen Störquellen Ausschau zu halten und außerdem sollten die Örtlichkeiten auch bei Dunkelheit schnell gefunden werden. Deshalb sind Daniel, Cean und ich bereits am Donnerstag angereist.

Nachdem wir unser Gepäck im Hotelzimmer verstaut und uns kurz etwas erfrischt hatten, gings los.

Als erstes sind wir auf den Soldatenfriedhof Vossenack gefahren um auch Daniel einen Einblick in die Örtlichkeiten zu gewähren. Was uns negativ aufgefallen ist, dass neben dem Friedhof eine Schnellstraße vorbei führt. Diese würde uns einige „Lärmverunreinigungen“ auf den Aufnahmen einbringen. Im letzten Jahr war diese Straße wohl gesperrt, da wir bei der letzten PU keinen Straßenlärm aus der Richtung vernehmen konnten.

Nachdem wir einen Rundgang mit dem EMF-Meter gemacht hatten ging es auch schon weiter zur nächsten Örtlichkeit, die wir unbedingt an diesem Tage noch finden wollten -> Der Bunkergruppe im sog. „Buhlert“-Wald.

Mit Hilfe von GPS und Navigationssoftware, die Daniel am Mann hatte, gelangten wir schließlich nach längerem Fussmarsch durch den Wald zu den Bunkern. Es liegen dort insgesamt 4 Bunker im Abstand von einigen hundert Metern im Wald. Diese Bunker waren Teil des Westwalls und sind am 5. Februar 1945 von den Amerikanern eingenommen worden.

Außerhalb der Bunker sieht man auch heute noch sehr gut die Einschläge von Geschossen in der Bunkerwand. Im Inneren zeigen viele Bunker Spuren von Explosionen an den Wänden. Wahrscheinlich wurden diese Absplitterungen in den Wänden von Handgranate verursacht.

Im Buhlert liegen die Bunker mit Nummer 131, 132, 135, und 139/140. Der größte Bunker 139/140 ist leider von Buschwerk total überwuchert und konnte durch uns nicht betreten werden.

Die Bunker 131 und 135 liegen nur wenige Meter voneinander entfernt. Ein Trampelpfad „verbindet“ die beiden Bunker miteinander. Heute bilden junge Bäume entlang der Hauptverteidigungsrichtung des Bunkers 135 eine Art dunkle Allee. Vom Inneren des Bunkers kann man durch die Schießscharte in diese Allee schauen.

Im Bunker 131 steht im Kampfraum das Wasser zentimeterhoch, so dass wir auf eine Innenobservation verzichtet haben. Das gleiche Bild im Bunker 135.

Bunker 132 ist auch noch sehr gut erhalten und es ist sogar teilweise noch die Schrift im Inneren lesbar. Ein Raum im Inneren war trocken und einer mit Wasser bedeckt. Die Bunker auf dem Buhlert wurden während der Schlacht im Hürtgenwald von den Amerikanern am 5. Februar 1945 eingenommen. Einheiten der 272. Volksgrenadierdivision hielten die Bunker bis an jenem Tag. Reste der deutschen Einheiten schlugen sich noch durch den Wald, um den nahen Staudamm Schwammenauel zu schützen.

Einen Grundriss des Bunker kann man hier betrachten –> Grundriss Bunker 132 im “Buhlert”

Der Wald an sich ist sehr ruhig und man hört nur ab und an ein klein wenig Flugzeuglärm. Strassenlärm konnten wir hier keinen vernehmen. Einige EMF Messungen in und um die Bunker ergaben keine auffälligen Werte.

Nachdem wir alle Bunker in Augenschein genommen hatten, verließen wir nach längerem Fussmarsch den Wald um nach der Kallbrücke zu suchen. Die Brücke war ein strategisch hart umkämpfter Punkt während der Schlacht im Hürtgenwald. Laut unseren Informationen befand sich in der Nähe dieser Brücke ein Verbandsplatz, an dem die verfeindeten Parteien sich gegenseitig bei der Versorgung der Verwundeten unterstützten. Außerdem war diese Brücke strategisch von hohem Nutzen und deshalb sehr umkämpft. Die Brücke wechselte während den Gefechten mehrmals den Besitzer.

Als wir auf dem Parkplatz bei der Mestrenger Mühle gehalten haben, wussten wir noch nicht, dass sich diese Brücke in nur wenigen Metern Entfernung befindet. Nach einem Gespräch mit einer Bediensteten der Mestrenger Mühle, war aber auch das schnell herausgefunden.

Wir begaben uns also zur Brücke und haben EMF Messungen gemacht. Im oberen Verlauf des Waldweges habe ich eine kleine Erhöhung des EMF Wertes festgestellt, dessen Wert sich aber schnell auf einen natürlichen Ursprung zurückführen lies. Oberhalb verlief nämlich eine Stromleitung die ein elektromagnetisches Feld abstrahlte. Ansonsten keine auffälligen EMF Werte.

Für diesen Tag hatten wir nun genug gesehen. Die Klosterruine Schwarzenbroich haben wir anhand aktuellerer Fotos aussortiert, weil das Gelände arg überwuchert war und eine ordentliche Untersuchung somit nicht möglich war.

Am Abend trafen wir uns dann noch mit Patrick ( Forumsnick Azrael Vega ), einem interessierten User aus dem „Ghostwatchers“ Forum. Da er in der Nähe des Hürtgenwalds wohnt, war die Anreise für ihn kein Problem. Bei einem gemütlichem Essen im Restaurant in unserer Unterkunft, haben wir schon mal die gröbsten Sachen durchgesprochen und uns kennen gelernt.

Am zweiten Tag trafen nach und nach die Mitwirkenden ein. Eine böse Überraschung hatten wir noch zu schlucken als Knut von Paranormal-Nord ankam. Die Luftlinie, mit der er nach Aachen geflogen war, hatte sein Gepäck nicht mitgeliefert – und so mussten wir noch einige Stunden warten bis der Kurierdienst das Gepäck mit seinem Equipment brachte.

Nachdem wir also für diesen Tag vollzählig waren, teilten wir die Teams ein und verständigten uns auf Örtlichkeiten, die beide Teams im laufe der Nacht untersuchen sollten. Unsere Wahl fiel auf 3 Objekte.

1.Objekt : Soldatenfriedhof Vossenack
2.Objekt : Bunker 132 im Buhlert
3.Objekt : Areal um die Bunker 131 / 135 im Buhlert

Die Teams bestanden in der ersten Nacht aus folgenden Mitwirkenden:

Team 1: Teamleiter: Jörg – Mitwirkende: Knut, Kappi
Team 2. Teamleiter: Daniel – Mitwirkende: Cean, Patrick

Team 1 untersuchte als erstes den Soldatenfriedhof und später den Bunker 132 im Buhlert.
Team 2 untersuchte zuerst das Areal um die Bunker 131/135, die nur wenige Meter voneinander weg liegen. Später in der Nacht untersuchen Sie ebenfalls den Soldatenfriedhof bei Vossenack.
1. Nacht – Team 1 – Soldatenfriedhof Vossenack

Wir kamen auf dem Friedhof während der einsetzenden Dämmerung an. Der Wind hielt sich in Grenzen und auch die anderen Witterungseinflüsse waren für die Untersuchung geeignet.

Da unser Team in dieser Nacht wohl das meiste Equipment im Einsatz hatte, hatten wir erstmal ne Weile damit zu tun die ganzen Gerätschaften auszupacken und für den Einsatz vorzubereiten. Unser mobiles Equipment umfasste in dieser Nacht folgende Geräte:

* mehrere Camcorder mit Nightshot Funktion und entsprechende zusätzliche Lichtquellen
* mehrere EMF-Meter, Luftfeuchte und Temperatursensoren, Trifeldmeter
* mehrere digitale Diktiergeräte
* ein High Quality WAV-Rekorder
* Infrarotthermometer
* Blutdruckmessgerät
* Infrarot-Fotofalle
* mehrere Bewegungsmelder
* mehrere Infrarot-Lichtschranken
* mehrere Fotoapparate

Einen extra für diese PU vorbereiteten Movetest habe ich an einer der markanten Punkte des Geländes aufgebaut. Er beinhaltete einen Temperatur und Luftfeuchtesensor, ein High-Quality WAV-Rekorder, ein EMF-Meter, ein Kompass und einige „Triggerobjekte“.

Die Gerätschaften stellten wir an verschiedene Punkte im Gelände auf. Camcorder, Fotofalle, HU-Tech-EMF-Checker und Bewegungsmelder stellten wir in die Nähe der Stelle, an der wir im Jahr 2007 diese Stimme aufnehmen konnten.

Außerdem sperrten wir den Weg mit einem Absperrband ab. An einer großen Betonplatte, die neben dem kleinen Weg liegt, habe ich mein WAV-Rekorder, Bewegungsmelder, Temperatur & Luftfeuchtesensor und meinen Movetest gelegt.

Cean hat mir im Vorfeld der zweiten Untersuchung einen Karte zukommen lassen, in der alle Stellung verzeichnet sind, die sich im zweiten Weltkrieg in der Gegend befunden haben. Genau am Friedhof, war laut der Karte, eine deutsche Stellung. Eventuell ist die Betonplatte ein Relikt dieser Stellung ???

Nachdem wir den Movetest fotografiert hatten und alle Geräte scharf geschaltet hatten, zogen wir uns erstmal wieder in den Eingangsbereich des Soldatenfriedhofs zurück.

Nach etwa 10 Minuten haben wir dann an verschiedenen Stellen EVP-Aufnahmen gemacht. Während der Untersuchung geschah nichts Großartiges. Nach ca. 3 Stunden haben wir die Untersuchung beendet und uns mit dem anderen Team verständigt, welches zu dem Zeitpunkt an der Bunkergruppe zu Werke war.

Unsere Gerätestandorte haben wir mit Leuchstäbchen markiert damit das andere Team weiß an welcher Stelle unsere Geräte waren.
1.Nacht – Team 2 – Soldatenfriedhof Vossenack

Um 01:22 begann Team 2 mit der Untersuchung auf dem Friedhof. Hier hatten Sie insgesamt 5 Stationen aufgebaut. Davon 3 auf dem Soldatenfriedhof und zwei im angrenzenden Waldstück, in dem ein Jahr zuvor bereits Stimmen gehört und aufgenommen wurden.

Insgesamt verlief diese Untersuchung eher ruhig. Man hatte hier allerdings, bereits beim Eintreffen, das Gefühl beobachtet zu werden. Daniel hörte an einigen Stellen Schritte, die er zuerst von Olga und Patrick vermutete. Allerdings musste er feststellen, dass er zu diesem Zeitpunkt alleine war.

Daniel führte in dieser Nacht ein Experiment mit einem Funkscaner durch. Während der Audioaufnahmen scannte er versch. Funkfrequenzen.

Gegen 02:10 führte Olga eine EVP-Session durch, während Daniel nochmals versuchte Funkfrequenzen abzufangen. Diesmal empfing Daniel 8 Frequenzen, davon 5 Unbekannte, 2 Radiosender und einmal Amateur- / Polizeifunk. Diese Aufnahmen wollten wir mit eventuell auftretenden EVP´s vergleichen um so herauszufinden, ob eine „Funkeinstrahlung“ möglich wäre. Da auf den Aufnahmen in dieser Nacht bis Dato keine EVP´s gefunden wurden, erübrigt sich bis auf weiteres diese Analyse.

Insgesamt wurden 1 Video à 60min, 3 Tonaufnahmen à 90min aufgezeichnet sowie 24 Fotos gemacht.

Bis dato wurden auf den Aufnahmen der ersten Nacht keine EVP´s oder Sonstiges gefunden.

Falls wir doch noch fündig werden, werden wir diese Informationen am Seitenende hinzufügen.

1. Nacht – Team 1 – Bunker 132 “Buhlert”

Tief im Wald liegt der Bunker 132, zu dem wir nach der PU auf dem Soldatenfriedhof erstmal kommen mussten. Nach ca. 1 Stunde Fussmarsch durch den Wald, inkl. sämtlicher mobiler Ausrüstung, waren wir endlich am Ziel.
Die Umgebung war total still, nur ein wenig Fluglärm hat man ab und zu gehört, ansonsten totale Stille. Der Wald war mit einem leichten Nebel durchzogen, welchen man auf den Fotos von dieser Nacht auch gut sehen kann.

Unsere “Basisstation” hatten wir auf einer Bank, die unweit des Bunkers, in etwa 20 Metern Entfernung am Waldweg stand. Sofort machten wir uns ans aufbauen des Equipments.

Einen Camcorder inkl. zusätzlicher Infrarotbeleuchtung positionierten wir an der inneren Türe zum Bereitschaftsraum ( Link zum Grundriss –> HIER klicken ! )

Der Zugang zu diesem Camcorder wurde durch eine Infrarot-Lichtschranke gesichert. Einen Zugang von der anderen Seite gab es auch – jedoch ist es unmöglich sich der Kamera dann unbemerkt zu nähern, da der Raum einige Zentimeter unter Wasser stand.

Außerdem überwachte die Infrarot-Fotofalle den Zugangsbereich zum Bunker so, dass wir uns auch beruhigt vom Bunker entfernen konnten.

Im kleineren Kampfraum, der über einen separaten Eingang zu erreichen war, stellten wir den Movetest, Audiorekorder, Trifeldmeter und einen Camcorder mit Nightshot und extra Infrarotbeleuchtung auf. Den Movetest positionierten wir auf dem Podest, auf dem damals das MG 34 stand.

Den Camcorder stellten wir in der hinteren linken Ecke auf, in Blickrichtung Eingang bzw. Flankensicherungsscharte. Auch hier sicherten wir den Eingang zum Kampfraum mit einem Bewegungsmelder ab.

Nachdem wir das Equipment auf die Location verteilt haben, zogen wir uns erstmal für 10 Minuten zur Basisstation zurück. Die Geräte liefen während dieser Zeit alle alleine vor sich hin.

Wir versammelten uns anschließend im Kampfraum um ein EVP-Session durchzuführen. Wir stellten Fragen und begannen damit einen Klopftest durchzuführen.

Später hielten wir uns vor dem Bunker auf und beobachteten einfach mal eine Weile still die Umgebung. Das Trifeldmeter im Kampfraum klickte vor sich hin und wir überprüften ständig die Räume, wenn wir eine “Frequenzveränderung” dieses Tones wahrnahmen.

Die Analyse der Aufzeichnung ergab keine höheren Werte – lediglich die normalen Schwankungen waren höhrbar.

Gegen 3:40 brachen wir die Untersuchung ab und sammelten unser Equipment wieder ein. Die Luftfeuchtigkeit war sehr hoch und so sammelten sich Wassertropfen auf diversen Ausrüstungsgegenständen bzw. Umverpackungen.

Nachdem wir zusammengepackt hatten, verliesen wir den Ort wie wir in vorgefunden haben. Verbrauchte Knicklichter etc. nahmen wir natürlich wieder mit.

Bei der späteren Analyse der Aufnahmen, fielen uns mehrere Sachen auf. Man hört einige merkwürdige Geräusche im Bereitschaftsraum, während wir uns alle im Kampfraum befunden haben. Da uns diese “Indizien”, wenn man diese überhaupt so nennen kann, zu “schlecht” sind werden wir diese aber nicht als Indiz veröffentlichen.

Wir hatten kurz vor Ende der Untersuchung im Bunker 132 noch einen kleinen Gast auf PU….

Eine Fledermaus im Infrarotlicht, die wohl noch auf der Suche nach einem nächtlichen Insektensnack war Zwinkern

1.Nacht – Team 2 – Weg zwischen Bunker 135 und Bunker 131

Gegen 22 Uhr kam Team 2, nach nächtlichem Marsch, am Bunker 135 an. Es wurden sofort drei Stationen aufgebaut.

Die erste Station befand sich direkt vor dem Bunker. Aufgrund des hohen Wasserstandes im Bunker selbst, war eine Untersuchung im Inneren nicht möglich. Den Eingang sicherten Team 2 mit einer Lichtschranke. Vor dem Bunker wurde ein provisorischer Move-Test mit Munitionshülsen, einem EMF-Cheker und einem Voice-Rekorder aufgebaut. Eine kleine Leuchte beleuchtete das Innere des Bunkers, welcher dann mit einem Camcorder überwacht wurde.

bunker135

Die zweite Station befand sich auf einem schmalen Pfad, der zu dem nahen Bunker 131 führte. Auch hier wurde der Weg mit einer Lichtschranke sowie mit einem Voicerekorder überwacht.

Die dritte und letzte Station wurde auf dem Bunker eingerichtet. Ein Voicerekorder wurde hier positioniert.

Die eigentliche Untersuchung startete dann um 22:14 Uhr. Insgesamt verlief diese Untersuchung an den Bunkern 135 und 131 sehr ruhig.

Etwa gegen 23:45 führte Olga eine EVP-Session durch. Währendessen scannte Daniel, mit einem Funkscanner ,verschiedene Frequenzen und empfing auch drei Unbekannte Frequenzen sowie einen Radiosender. Er konnte vereinzelt Wörter und Zahlen verstehen, jedoch konnten wir noch keine EVP-Aufnahmen finden, um diese zu vergleichen.

Gegen 23:54 hörte Patrick ein Frauen- oder Kinderstimme und meldete dies auch Daniel, welcher diese Stimmen aber nicht vernehmen konnte.

Insgesamt wurde 1 Video à 60min, 3 Tonaufnahmen à 90min aufgezeichnet sowie 33 Fotos gemacht.

2.Tag – Vorabbegehung und Treffen mit Anita + Bianca

Am zweiten Tag der PU haben wir uns mit weiteren Gästen getroffen. Aus Aachen haben wir Francis ( User aus dem Ghostwatchers-Forum ) abgeholt. Gegen Nachmittag traf dann auch Anita mit einer Freundin ein. Anita ist von Anfang an, im Forum der Ghostwatchers, dabei gewesen und wir sind auch öfters per Email in Kontakt gestanden.

Da sie in der Nähe des Hürtgenwaldes wohnt, hat sich ein Treffen geradezu angeboten. Mit ihrer Freundin Bianca trafen die beiden dann bei uns ein. Mit den beiden haben wir uns dann einige Orte angesehen. Da die beiden nicht aus der „technischen“ Ecke kommen, sondern wohl eher als sog. „Sensitive“ bezeichnet werden könnten, waren wir gespannt auf die Begehungen mit ihnen.

Wir wollten sehen, ob sich zwischen Ihren Empfindungen und unseren Ergebnissen Parallelen ziehen lassen. Einiges an Equipment haben wir also dann auch im Sinne dieses „Versuches“ an die Stellen gestellt, an denen die beiden etwas empfunden haben.

Der erste Ort, den wir mit den beiden besucht haben, war der Soldatenfriedhof vom Vorabend. In dem angrenzenden Waldstück sind wir gemeinsam den kleinen Weg abgegangen. Zwei Stellen waren dann dabei, an denen wir in der Nacht unser Equipment aufgestellt haben.

Der zweite Ort war die Mestrenger Mühle und die angrenzende Kallbrücke. An der Kallbrücke ist früher ein Lazarettplatz gewesen, an dem deutsche und amerikanische Soldaten Verwundete beider Seiten versorgt haben. Die Brücke ziert heute eine Skulptur.

Einige Meter weiter, in Richtung Simonskall, sind wir dann noch den Kallpfad einige Meter entlang gelaufen.

Ein kurioser Zufall brachte uns an diesem Tag noch eine Location, die es eventuell lohnen sollte zu untersuchen. Mittags rief uns Andre von „Paranormal Investigation Niedersachsen“ an und berichtete uns über einen User der sich im „Ghostwatchers“ Forum angemeldet habe. Dieser User, berichtete in einem Posting, dass er zu einem der Hürtgenwald Infos im Forum schrieb, darüber, dass er selber auch schon eine merkwürdige Erfahrung in der Nähe der Mestrenger Mühle machen durfte.
Der User ist selber aktiv, bei der überaus interessanten Internetseite „Lost Places“ .

Folgender Bericht beruht auf meiner Erinnerung, da das Posting im Ghostwatchers-Forum aufgrund von versch. Umstrukturierungen verloren gegangen ist.

Er berichtet davon, dass er damals vor einigen Jahren die Post an die nahe gelegenen Ferienhäuser, an der Mestrenger Mühle, gefahren hat. Eines Tages musste er kurz vor den Ferienhäusern wegen Ästen die ihm den Weg versperrten, aus seinem Postauto aussteigen. Er räumte die Äste weg, als er vom angrenzenden Wald eine Stimme hörte, die seinen Namen rief. Hinter einem Gebüsch ( oder Baum ??? ) erblickte er in der Richtung einen „schwarzen Schatten“, den er für einen der Bewohner der Ferienhäuser hielt.

Als er mit dem vermeidlichen Bewohner der Ferienhäuser ins Gespräch kommen wollte und ihm zu gerufen hat, bewegte sich der Schatten, der die Gestalt eines Menschen hatte, in einigen Metern von ihm entfernt weg. Nun erst bemerkte er, dass es sich bei diesem „Bewohner“ nicht um einen Menschen halten konnte, da der Schatten nur aus einer dunklen „Masse“ bestand und sich dann auch schnell auflöste.

Knut telefonierte eine Weile mit dem Augenzeuge und so haben wir beschlossen auch diesen Ort in der Nacht zu untersuchen. Eine einigermaßen genaue Ortsangabe hatten wir. Dort liegen Panzerketten im Waldweg, die dort damals aufgrund der Gefechte, bis heute liegen blieben.

Knut und Daniel haben sich diesen Ort dann tagsüber angeschaut, während wir anderen mit Anita und Bianca wieder zur Pension zurück gefahren sind. Leider hatten die beiden noch wichtige private Termine. Gerne hätten wir sie auch während der PU dabei gehabt. Aber wer weiß …. eventuell bei einer weiteren Untersuchung im Hürtgenwald ???

2.Nacht PU Soldatenfriedhof / Kallbrücke / Nähe Ferienhäusern

In dieser Nacht gab es ebenfalls zwei Teams:

Team 1: Teamleiter: Cean – Mitwirkende: Patrick, Kappi, Jörg
Team 2: Teamleiter: Daniel – Mitwirkende: Knut, Francis

2. Nacht – Team 1 – Soldatenfriedhof

Nachdem wir bei Einbruch der Dunkelheit am Friedhof angekommen waren, ging es wie immer daran unser Equipment aufzubauen. Als erstes Ziel hatten wir heute besonders den rechten hinteren Bereich des Friedhofes im Auge.

Cean hatte in dieser Nacht ein Experiment vor, das wir schließlich zu viert an Ort und Stelle durchgezogen haben. Ziel war es herauszufinden, ob das Abspielen von alten Aufnahmen aus der Zeit des zweiten Weltkrieges, eine Reaktion auf Bild oder Ton hervorruft.

Wir bauten also einen Versuch auf, in dessen Mittelpunkt ein MP3 Player ( inkl. 2 kleiner Lautsprechern ) alte Aufnahmen aus der damaligen Zeit abspielte. Während der 15 minütigen Aufnahme filmten wir den Versuchsaufbau mit einem Camcorder. Parallel dazu lief auch ein digitales Diktiergerät mit. Der Movetest wurde zu diesem Zwecke ebenfalls in der Nähe des Versuches aufgebaut.

Wir positionierten uns in einigen Metern Entfernung voneinander, um diesen Versuchsaufbau und ließen einfach mal das Umfeld auf uns wirken. Jeder machte sich dazu Notizen was er rein subjektiv fühlte. Im Falle einer Aufzeichnung von Indizien, wollten wir so eventuelle Parallelen zwischen unseren Gedanken und den eventuellen Indizien aufzeigen. Eventuell sind wir ja selber Auslöser von Phänomenen wie EVP´s etc… Dies wäre dann eventuell ein kleiner Schritt zur Aufklärung der Quellen solcher Phänomene ???

Da wir aber bis jetzt auf den Aufzeichnungen keinerlei Indizien finden konnten, hat sich ein Vergleich der Notizen die wir anfertigten, erübrigt. Diese zählen also in diesem Falle nur als subjektive Eindrücke ohne jegliche „Beweiskraft“. Die Notizen wurden von Cean eingesammelt und so hat nur Cean einen Überblick über die Notizen aller gehabt. Dies wäre wichtig gewesen, falls wir zum betreffenden Zeitpunkt wirklich etwas aufnehmen hätten können. Eine Beeinflussung durch die Umgebungsbedingungen und die Informationen, die jeder einzelne sowieso verinnerlicht hat, sind in so einem Falle sowieso schon vorhanden.

Der Movetest auf dem Friedhof blieb ebenfalls ohne Ergebnis. Wir machten einige Rundgänge über das Gelände und stellten nach dem Versuch mit dem MP3 Player unser Equipment wieder in die Nähe des Ortes an dem wir im Jahr 2007 dies Stimme auf Band hatten.

Während einer unserer Rundgänge machten wir auch eine EVP-Session an der Stelle. Wir stellten ein Grablicht an der Stelle auf und stellten einfach ein paar Fragen. Während der EVP-Session dachten wir öfters Flüstern aus einiger Entfernung zu hören. Dies erinnerte mich stark an die Erlebnisse an diesem Ort während der Pararesearch 2007.

Bei der späteren Analyse der Aufnahme, hört man dann auch an einer Stelle, nach einer Frage von mir, ein komisches „schleifendes Geräusch“ und unmittelbar danach eine Stimme etwas flüstern. Diese Aufnahme ist nicht ganz so gut bzw. lang wie die vom Jahr 2007 aber dennoch können wir uns diese Aufnahme nicht erklären. Es ist zu dem betreffenden Zeitpunkt nichts dergleichen zu hören gewesen. Eine etwaige Störung oder „Lärmverschmutzung“ der Aufnahme hätte ich zudem sicherlich kommentiert. Die Aufnahme dieser EVP kann man im Downloadbereich downloaden -> Hürtgenwald 2008 Soldatenfriedhof EVP . Anhören natürlich mit Kopfhörer -> Dies sollte für ALLE Evp´s gelten !!

Während der EVP-Session ging dann auch noch der Alarm einer Lichtschranke los, die den Zugang zum Friedhof sichern sollte. Daraufhin schickte ich Patrick und Kappi sofort zum Eingang des Friedhofes, um eventuell kommende „Besucher“ abzufangen und unser Equipment, das teilweise am Eingang des Friedhofes stand, zu sichern. Es war aber keiner da und so müssen wir von einem Fehlalarm ausgehen, der eventuell von einem Tier verursacht wurde.

Nach weiteren Rundgängen und wechseln der Aufnahmemedien bauten wir dann unser Equipment ab. Die Kerze ließen wir an der Stelle zurück, damit das andere Team diese Stelle schneller wieder findet, im Dunkeln.

2.Nacht – Team 2 – Soldatenfriedhof

Um 01:22 Uhr begann die Untersuchung von Team 2 auf dem Soldatenfriedhof.

Team 2 überwachte den Waldweg an der Stelle mit der Stimme vom Jahr 2007 mit einer Kamera. Knut hatte noch einen mobilen Camcorder zur Hand. Zusätzlich baute er seinen Audio-Rekorder im Sichtbereich der Kamera auf, sowie das Trifeldmeter mitten auf dem kleinen Weg der durch die Bäume führt.

Während der Untersuchung wurden mehrere EVP-Sessions vorgenommen. Einige male hatten einzelne Personen des zweiten Teams das Gefühl angefasst worden zu sein. Knut hatte zu einem Zeitpunkt das Gefühl, dass er am Knöchel gepackt wurde.

Während der EVP-Sessions hörten sie öfters Geräusche von Schritten die sie aber auf Tiere schoben. Dabei blieben die Geräusche laut Aussage von Knut immer auf gleicher Distanz wenn sie der Quelle der Geräusche auf den Grund gehen wollten.

Gegen später holte ein Teil des ersten Teams Francis ab um ihn nach Hause zu fahren. Die restlichen Mitwirkenden von Team 1 wurden dann mit Team 2 vereint und führten dann die laufende Untersuchung auf dem Soldatenfriedhof weiter.

Das letzte bezeichnende Ereignis geschah, als Patrick kurz nach vorne in den Wald lief, da er meinte, einen Schatten gesehen zu haben. Er blieb an einer Stelle stehen und sah in den Wald. Plötzlich rief er „Scheiße!“, in dem Moment fuhr auf der Landstraße ein Auto vorbei, und durch das Scheinwerferlicht meinte Knut zu erkennen, dass „jemand“ direkt vor Patrick stand. Als Patrick zurück zu Knut und Daniel kam, meinte er, jemand habe ihn an der Hand gepackt.

Auf den Videoaufnahmen fanden wir bis jetzt ein paar Sachen, die wir aber erst noch besser analysieren wollen. Außerdem müssen noch Vergleichsaufnahmen erstellt werden, um nach besten Gewissen natürliche Phänomene auszuschließen.
2.Nacht – Team 1 – Kallbrücke

Gleich nachdem wir angekommen waren machten wir uns schleunigst daran einen Untersuchungsbereich aufzubauen. Mit von der Partie waren natürlich ein Camcorder, Temp.- Luftfeuchtelogger, Lichtschranken, Infrarot-Fotofalle etc etc….

Nachdem wir den Untersuchungsbereich aufgebaut hatten, führten wir ein Experiment durch welches Cean geplant hatte. Genau vor der Kamera standen Cean und ich und konzentrierten uns auf etwas, was uns „wütend“ macht. Ziel des Versuches war heraus zu finden, ob unser Unterbewusstsein einen Einfluss auf die aufgenommenen Bild und Tondaten haben könnte. Sollte sich während des Experiments eine EVP-Aufnahme, bei der späteren Analyse, finden lassen die entweder vom „Inhalt“ oder von der „Charakteristik“ wütend klingt, könnte dies dann ein Hinweis darauf sein das EVP´s eventuell dem Unterbewusstsein entspringen.

Während Cean und ich 10 Minuten vor der Cam blieben, haben Patrick und Kappi die Umgebung beobachtet. Während der Aufnahme kamen einige subjektive Eindrücke zustande, welche wir mit keinen Indizien auf den Aufnahmen bestätigen konnten. Somit betrachten wir diese subjektiven Eindrücke als nichtig.

Nachdem Cean und ich den Versuch beendet hatten, stellten sich Kappi und Patrick vor die Cam und wiederholten das Experiment. Auch hier haben wir auf den Aufnahmen keinerlei Indiz für irgendwelche Phänomene finden können.

Während der Aufnahmen mit Kappi und Patrick, warteten Cean und ich auf der Brücke, die über die Kall führt. Deutlich vernahmen wir „Schrittgeräusche“ die die Böschung an der Brücke empor zu kommen schienen. Wahrscheinlich hat sich dort ein kleines Tier genähert, da wir keinerlei Ursache für diese Geräusche finden konnten. Kleine Tiere die sich unter dem Laub bewegen, schien uns hierbei die wahrscheinlichste Ursache zu sein.

Keine unserer subjektiven Eindrücke konnten wir belegen.
2.Nacht – Team 2 – „Nähe Ferienhäuser“

Da wir von einem Augenzeugen ( siehe oben ) einen Hinweis erhalten hatten, machte sich das Team 2 in dieser Nacht als erstes auf den Weg die Stelle am Waldweg, in der Nähe der Ferienhäuser, zu untersuchen.

Auf dem Waldweg liegen heute noch eine Panzerkette von einem amerikanischen Panzer der dort während der Kämpfe abgeschossen wurde. Daniels Kamera überwachte den Bereich an dem die Panzerkette lag. Knuts Kamera filmte den weiteren Verlauf des Kallpfades und den Weg weiter in den Wald hinein.

Die Kameras wurden wie immer mit Knicklichtern versehen. Geräte wie Trifeldmeter, Diktiergeräte, EMF-Meter etc. kamen natürlich auch an dieser Location zum Einsatz. Natürlich wollten wir speziell in den Randbereichen des Weges Filmaufnahmen machen um ein eventuelles Indiz für das Erlebnis des “Augenzeugen” zu bekommen.

Um die Reichweite der Camcorder zu vergrößern, wurde eine zusätzliche Infrarot-Lichtquelle benutzt. Auf den Videoaufnahmen fanden wir bis dato nichts ungewöhnliches.

Fazit

Bei der Untersuchung haben wir enorm viel Equipment eingesetzt. Wir haben einige Indizien aufnehmen können, einige werden wir nicht veröffentlichen weil wir diese als zu schwach empfinden. Wir planen eine weitere Untersuchung. Diesmal wollen wir uns mit einem kleineren Team eine Woche lang dort aufhalten um genug Zeit zu haben ausgedehntere Langzeituntersuchungen zu starten.

Es sind wieder einige Fragen aufgetaucht – nach einer PU fragt man sich immer was man besser machen könnte. So war es natürlich auch dieses mal. Täuschten uns unsere Eindrücke – und wenn nicht, wie können wir unser Vorgehen verbessern und bessere Indizien aufnehmen ?

Eine detaillierter Niederschrift wird als PDF-Datei folgen. In dieser werden dann auch z.B. die Temperaturprofile mit einfließen, die wir aufgenommen haben.

Mitwirkende
Folgende Personen haben bei der Untersuchung im Hürtgenwald mitgewirkt:

Investigatoren:
- Knut und Cean von Paranormal-Nord
- Daniel und Jörg von Paranormal-Süd
- Kappi von der damaligen Gruppe PMD ( inzwischen aufgelöst )

Gäste der Untersuchung:
- Patrick ( mittlerweile involviert bei “Pararesearch” )
- Francis ( interessierter User aus dem Ghostwatchers Forum )
- Anita und Bianca ( Anita stand und steht seit den Anfangszeiten der Gruppen mit uns in Kontakt )

Viele der beteiligten Personen kann man im “Pararesearch Forum” finden und kontaktieren.

Weiterführende Links

Wer mehr über den Hürtgenwald erfahren möchte kann unter folgenden Links mehr erfahren:

- http://www.huertgenwald.de/
- http://de.wikipedia.org/wiki/Allerseelenschlacht
- http://www.zeit.de/2003/43/Kalltal?page=all
- http://www.deep-darkness.de/
- http://www.eifelyeti.de.ki/